So gelingt Street-Fotografie trotz DSGVO und Corona

Der bekannte Berliner Fotograf Martin U Waltz gibt Tipps zum Equipment, verrät, wie Sie selbstsicher auf der Straße fotografieren und eigene Sichtweisen finden.

Lesezeit: 33 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
,
Von
  • Martin U Waltz
Inhaltsverzeichnis

Street-Fotografie sagt etwas über Menschen im öffentlichen Raum aus, findet also nicht nur auf der Straße statt. Der öffentliche Raum ist viel größer: Bahnhöfe, U-Bahnen, Museen und so weiter. Der Begriff Straße umschreibt eben alles, was in der Öffentlichkeit passiert und sich fotografisch abbilden lässt. Street-Fotografie trifft eine Aussage über den Menschen, braucht ihn aber nicht zwingend.

Mehr zum Thema DSGVO

Gerade in den Lockdown-Phasen der Corona-Pandemie waren die menschenleeren öffentlichen Orte besonders beeindruckend. Die Abwesenheit der Menschen im öffentlichen Raum sagte eben viel über die menschliche Situation in dieser Zeit aus.

Die Leere und die Abwesenheit von Menschen können das Thema sein. "Emptiness is Form"-Serie, 1. Lockdown Berlin 2020. Sony Alpha7 RIII | 35 mm | ISO 160 | f/4.0 | 1/250 s

Ein Street-Foto soll ungestellt oder, wie es in der Sprache des Genres heißt, "candid" ("aufrichtig") sein. Die einzelnen Elemente im Bild sollen nicht arrangiert oder künstlich herbeigeführt werden. Wer auf der Straße fotografiert, arbeitet mit dem, was er in dem Moment vorfindet. Als Straßenfotograf zeige ich, was mir aus dem täglichen Chaos wichtig ist. Und was damit aus meiner Sicht wert ist, fotografiert zu werden.