Software verteilt entwickeln: So arbeitet die Apache-Community

Bei den Open-Source-Projekten der Apache Software Foundation steht die Entwicklergemeinschaft im Fokus, so funktioniert die Zusammenarbeit auch langfristig.

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Von
  • Isabel Drost-Fromm
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Projekte, in denen Menschen aus Australien, Japan, China, Indien, der EU, den USA, Kanada und Brasilien auf ein gemeinsames Ziel hin zusammenarbeiten – und das, ohne von Grenzen zwischen Unternehmen, Staaten oder Zeitzonen eingeschränkt zu sein, das ist Norm und Ziel der Apache Software Foundation (ASF). Sie sollen möglichst unabhängig von Corporate- oder Organisationseinflüssen bleiben. Aktuell beheimatet die ASF mehr als 300 Projekte, die von 8200 Committern gepflegt werden. Die Foundation selbst wird von 850 Mitgliedern vorangebracht. Das, was dabei entsteht, sind Open-Source-Projekte, die auf Langlebigkeit ausgerichtet sind.

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Die ASF bezahlt nicht die Entwicklungsarbeit an den eigenen Projekten. Stattdessen bezahlen meist die Unternehmen, die ein Interesse haben, die Projekte voranzubringen, oder es zahlen die, die Software selbst verwenden oder an den Projekten mitarbeiten. Da die Projekte global und in unterschiedlichen Unternehmen zum Einsatz kommen, sind Committer oft auch über unterschiedliche Arbeitgeber verstreut. Einfach mal anrufen oder schnell in einen Conference Call gehen, ist über weit entfernte Zeitzonengrenzen deshalb nicht möglich. Unwahrscheinlich auch, dass die Aufmerksamkeit für stundenlange Onboardings ausreicht, wenn die einzige Motivation darin besteht, nur ein Problem zu lösen, das man selbst beim Einsatz der Software entdeckt hat.

Entsprechend haben sich bei Projekten der ASF Arbeitsweisen etabliert, die einen starken Fokus auf remote first und asynchrones Arbeiten legen. Darauf konzentriert sich dieser Artikel. Auch wenn die Basis immer gleich ist, unterscheiden sich alle Projekte bei Apache. Das Ziel des Artikels ist es daher nicht, eines der Vorhaben als besonders prototypisch herauszuheben, sondern vielmehr, die Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Daher beschreibt er ein fiktives Projekt, das so aber durchaus bei Apache stattfinden könnte.