Solardachziegel: Für wen die Technik interessant ist, was sie kostet und leistet

Solarziegel integrieren sich nahtlos ins Dach. Eine Aufdachkonstruktion ist nicht nötig. Noch ist die Technik exotisch. Doch sie ist weiter als man denkt.

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(Bild: Creaton/ Autarq)

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Schwerpunkt Solarenergie

Solarkraft ist vor allem für die privaten Haushalte der wichtigste Energieträger. Relativ einfach können sie sich damit ein Stück weit unabhängig von den steigenden Stromkosten machen. Denkt man an private Solaranlagen, dann sieht man die klassischen Aufdachanlagen vor sich, die auffällig auf den Dächern thronen und die Optik des Hauses maßgeblich bestimmen.

Mittlerweile kann eine Solaranlage aber auch anders aussehen – unauffällig und in die Gebäudehülle integriert. Möglich machen das Solardachziegel, die von klassischen Schindeln kaum zu unterscheiden sind. Attraktiv ist das nicht nur in ästhetischer Hinsicht. Die Solarziegel übernehmen als Bestandteil der Gebäudehülle die Funktion der Dachhaut und erzeugen gleichzeitig Strom. Im Gegensatz zu den aufgeständerten Anlagen spart man also eine Schicht.

Mit den Photovoltaik-Ziegeln kann man vorhandene Dachflächen auch besser ausnutzen. Die klassischen Massenmodule haben heute eine Größe zwischen etwa 1,6 und 2 Quadratmetern. Diese können nur in einem gewissen Raster verlegt werden. "Mit den Schindeln ist man flexibler. Allerdings gelten grundsätzlich die gleichen Regeln wie für die klassischen Module – beispielsweise wenn es um verschattete Bereiche durch Schornstein, Antennen oder Nachbarbauten geht", sagt Dr. Frank Ensslen vom Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE), Gruppe Solare Gebäudehülle.