Sonnensternchen-Effekt in Fotos: Motive mit Spitzlichtern komponieren

Kleine Mühe, große Wirkung: Sonnensternchen verleihen vielen Fotos das gewisse Etwas. Die fotogenen Spitzlichter lassen sich leicht erzeugen – ohne Hilfsmittel.

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Leica Q mit Summilux 28 mm f/1.7 | ISO 100 | f/11 | 1/500 s

Von
  • Sandra Petrowitz
Inhaltsverzeichnis

Manche Menschen begeistern sich dafür und verwenden sie gern, andere empfinden sie als Effekthascherei. Sicher ist: Sonnensternchen allein machen noch kein Bild. Gezielt eingesetzt und in Verbindung mit einem geeigneten Hauptmotiv sind die sternförmigen Hingucker aber eine schöne Bereicherung, zumal sie sich nach einem simplen Rezept erzeugen lassen: Sonne direkt im Bild, Blende weit schließen, fertig ist das Sternchen. Die Tücken liegen wie so oft im Detail.

Fototechniken erklärt

Das Sonnensternchen ist eigentlich ein Blendensternchen, denn der charakteristische Effekt entsteht im Zusammenspiel einer punktförmigen Lichtquelle mit den Blendenlamellen im Objektiv. Er ist umso deutlicher sichtbar, je weiter die Blende geschlossen wird. Die Lichtstrahlen brechen beim Auftreffen auf die Lamellenkanten und rufen den sternförmigen Effekt hervor. Man könnte auch sagen: Sonnensternchen sind nichts anderes als ausgesprochen hübsche Abbildungsfehler, die sich nicht nur mithilfe der Sonne, sondern im Prinzip mit jeder starken, punktförmigen Lichtquelle im Bild hervorrufen lassen. In Nachtaufnahmen aus Städten tragen die Straßenlaternen häufig dekorative Sternchen, und mit Taschenlampen und Blitzgeräten lassen sich ähnliche Effekte erzeugen.

Wie der Stern im Detail aussieht, ist von der Bauform des Objektivs, von der Form der Blendenlamellen und von ihrer Zahl abhängig. Aus den technischen Daten kann man nicht herauslesen, wie die Abbildung letztendlich wirken wird. Und auch der Preis einer Optik ist wenig aussagekräftig: Es ist nicht gesagt, dass teure Linsen die schöneren Ergebnisse liefern, auch wenn mehrfach vergütete Objektive tendenziell weniger Bildfehler zeigen.

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