Spezialtechnik in der Naturfotografie: Von der Bodendrohne bis zur Kamerafalle

Wildlife-Fotograf Will Burrard-Lucas ist berühmt für seine außergewöhnlichen Weitwinkel- und Nachtaufnahmen. Uns zeigt der junge Brite seine Tricks.

Lesezeit: 5 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 2 Beiträge

Mit der BeetleCam fotografiert: Elefanten im Südluangwa-Nationalpark (Sambia).

(Bild: Will Burrard-Lucas)

Von
Inhaltsverzeichnis

Will Burrard-Lucas (Jahrgang 1983) fotografiert seit rund acht Jahren hauptberuflich wilde Tiere und hat in dieser Zeit viele spektakuläre Bilder geschossen. Er ist dafür unter anderem bei den renommierten Sony World Photography Awards ausgezeichnet worden. Der aus seiner Sicht spektakulärste Shot ist ihm Anfang 2019 geglückt. Dank eines Informantennetzwerks und einer ausgeklügelten Kamerafalle aus eigener Produktion gelangen ihm ästhetisch herausragende Nachtaufnahmen des in Afrika seltenen schwarzen Leoparden.

Visuell ganz anders angelegt, aber ebenso außergewöhnlich: Die Nahaufnahmen von wilden Tieren wie Raubkatzen oder Elefanten, die der Brite statt mit einem 400er- oder 600er-Tele mit einem in der Wildlifefotografie eher unüblichen 17-40 mm-Objektiv aufgenommen hat. Möglich sind derart hautnahe Shots allerdings ebenfalls nur dank einer eigenen Erfindung: der "BeetleCam", einer Art ferngesteuertem Kamera-Buggy.

Burrard-Lucas hat einen Teil seiner Kindheit in Tansania verbracht und war vor ein paar Jahren längere Zeit in Sambia. Mit seiner Wildlife-Fotografie konzentriert er sich ganz auf den afrikanischen Kontinent, auch weil er überzeugt davon ist, dass man sein Terrain wirklich gut kennen und über ein gutes Informationsnetzwerk verfügen muss, um an besondere Geschichten zu kommen. Gefragt, was er ambitionierten Wildlife-Fotografen raten würde angesichts der Myriaden an Bildern von wilden Tieren, die bereits existieren, sagt er: "Es geht darum, neue Sichtweisen und eine frische Ästhetik zu finden. Voraussetzung dafür ist – neben Experimentierfreude –, dass man sich auf eine Sache konzentriert. Eine Tierart beispielsweise oder eine bestimmte Gegend. Die muss nicht in der Ferne, sondern kann auch vor der eigenen Haustür liegen. Klar ist aber: Nur wenn man sich über Monate oder Jahre mit einem Sujet beschäftigt, lernt man, wie man zu buchstäblich 'ungesehenen' Bildern kommt."

Immer mehr Wissen. Das digitale Abo für IT und Technik.

  • Zugriff auf alle Inhalte von heise+
  • exklusive Tests, Ratgeber & Hintergründe: unabhängig, kritisch fundiert
  • c't, iX, Technology Review, Mac & i, Make, c't Fotografie direkt im Browser lesen
  • einmal anmelden – auf allen Geräten lesen - monatlich kündbar
  • erster Monat gratis, danach monatlich 9,95 €
  • Wöchentlicher Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen des Chefredakteurs
GRATIS-Monat beginnen Jetzt GRATIS-Monat beginnen Mehr Informationen zu heise+