Sphärisches Display mit Raspi-Steuerung bauen: Die Welt als LED-Kugel

Im Rahmen einer Abschlussarbeit entstand der Prototyp eines vollfarbigen sphärischen Displays mit RasPi-Steuerung. Es trickst das Auge mit dem POV-Effekt aus.

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Von
  • Tim Kamenik
Inhaltsverzeichnis

Mit LEDs lassen sich viele eindrucksvolle Projekte umsetzen. Mehrere hundert mehrfarbige Lichtpunkte lassen sich mit einem einfachen Mikrocontroller ansteuern und erlauben es, fantastische Skulpturen und Installationen zu erschaffen. Durch die einfache Verfügbarkeit von professionell gefertigten Elektronik-Modulen ist dies auch ohne großen Lötaufwand für Maker möglich.

In meiner Abschlussarbeit an der Hochschule der Medien in Stuttgart habe ich mich mit einer solchen LED-Installation beschäftigt. Da ich im Laufe meines Studiums der audiovisuellen Medien immer wieder mit LEDs in unterschiedlichen Kontexten und Mengen in Berührung gekommen bin, habe ich eine Faszination für die Lichtpunkte entwickelt. Grundlegend wollte ich einen Prototypen für ein kugelförmiges Display entwickeln, das durch Rotation und eine schnelle Ansteuerung ein Bild anzeigt. Als Eingrenzung sollten dazu nur die typischen Werkzeuge eines Makers und leicht zu beschaffende Komponenten zum Einsatz kommen

Das Prinzip des Displays ähnelt dem von USB-Ventilatoren, die mithilfe von LEDs die Uhrzeit anzeigen und ist unter dem Begriff Persistance of Vision (POV) bekannt. Für die betrachtende Person soll ein stehendes Bild erzeugt werden: Dazu werden auf den Rotoren (meist einfarbige) LED-Reihen angebracht. Die Ansteuerung geschieht abhängig von der aktuellen Drehgeschwindigkeit, aus der sich ergibt, welche LEDs wann aufleuchten müssen. Auf dieser Grundlage stellte ich mir die Frage: Was braucht es, um dieses Prinzip auf eine Kugel zu übertragen?

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