Strahlungsmesser: Geigerzähler mit Alarm selber bauen

Geigerzähler selbst gebaut: Damit können Sie sicher gehen, ob der Salat aus dem Garten sein strahlendes Aussehen wirklich nur dem grünen Daumen verdankt.

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Von
  • Heinz Behling
  • Helga Hansen
Inhaltsverzeichnis

Radioaktivität ist stets um uns herum. Die natürliche Strahlung, die ihre Ursache in radioaktiven Elementen in Erdboden und Luft sowie im Weltraum hat, ist jedoch recht gering und verursacht normalerweise auch keine Schäden. Anders sieht es aus, wenn der Mensch eingreift und durch Katastrophen in Kernkraftwerken, Kriege mit Einsatz von Nuklearwaffen oder ähnlichen unrühmlichen Vorgängen eine vielfach höhere Strahlung freisetzt. Solche Strahlungsstärken können schwere Schäden in allen Lebewesen verursachen, von Hautverbrennungen über Erbgutveränderungen bis hin zum Tod.

Leider ist diese Strahlung unsichtbar und wird daher von uns nicht bemerkt. Wie die Katastrophe in Tschernobyl 1986 zeigte, kann man auch nicht damit rechnen, von den Verantwortlichen sofort gewarnt zu werden. Man kann Radioaktivität aber relativ einfach messen und es gibt entsprechende Geräte und Bausätze preiswert zu kaufen. Die billigsten Geräte/Bausätze zeigen meist nur akustisch durch Ticken an, dass radioaktive Zerfälle vorliegen. Bessere Geräte messen die Strahlung und zeigen die Strahlendosis-Leistung meist in der Einheit Mikrosievert/Stunde (µSv/h) an. Aussagekräftige Informationen über die Strahlendosis gibt zum Beispiel das Bundesamt für Strahlenschutz. Einen Alarm bei plötzlichem Anstieg der Radioaktivität bieten nur sehr wenige und teure Anlagen.

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Dabei ist das gar nicht so kompliziert: Selbst preiswerte China-Bausätze besitzen auf ihren Platinen einen Ausgangsanschluss, an dem die Tickersignale anliegen. Dieses Signal kann man mit Mikrocontrollern wie Arduino oder ESP8266 auswerten. Bei erheblicher Überschreitung des üblichen Mittelwerts können die Controller dann einen Alarm auslösen und/oder Benachrichtigungen per E-Mail oder ähnlich versenden.