Strom vs. Sprit: Wer fährt günstiger – Mercedes EQA oder GLA?

Mercedes EQA und GLA teilen sich zahlreiche Komponenten, setzen aber auf unterschiedliche Antriebskonzepte. Der Kostenvergleich birgt Überraschungen.

Lesezeit: 16 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 71 Beiträge

(Bild: Mercedes-Benz AG)

Von
  • Patrick Bellmer
Inhaltsverzeichnis

Das umsatzträchtige Segment der Kompakt-SUVs bedient Mercedes-Benz mit gleich zwei Modellen, die sich technisch ähnlich sind – auch wenn die Antriebskonzepte unterschiedlicher kaum sein könnten. Denn der EQA richtet sich ausschließlich an Elektromobilisten, der GLA deckt hingegen den traditionellen Verbrennermarkt ab, ist aber auch als Plug-in-Hybride erhältlich. Beim Listenpreis liegen die SUVs ein gutes Stück auseinander, bei den Unterhaltskosten hingegen in bestimmten Fällen sehr dicht beieinander. Wir zeigen, in welchen Szenarien EQA oder GLA die günstigere Wahl sind.

Während Mercedes den EQA (Baureihe H 243) erst seit Anfang 2021 anbietet, ist der GLA (Baureihe H 247) bereits in der zweiten Generation erhältlich. Beide stehen wie alle Ableger der A-Klasse auf der MFA2-Plattform, die für den Einsatz von rein- und teilelektrischen Antrieben sowie Verbrennungsmotoren vorgesehen ist. Dass sich die Gleichteilepolitik aber nicht nur auf den Bereich unter dem Blech beschränkt, zeigt der Blick in den Innenraum, der in beiden Modellen bis auf wenige Details identisch ist. Beim Platzangebot ähneln sich EQA und GLA ebenfalls stark. Erstere ist mit 4,46 m minimal länger als der GLA (4,43 m). Die Breite fällt mit etwa 1,83 m gleich aus – gleiches gilt für den Radstand von 2,73 m. Beim Kofferraum gilt hingegen eine einfache Formel: je weniger Elektro, desto mehr Volumen. So stehen im EQA 340 l zur Verfügung, im GLA PHEV (Plug-in Hybrid Electric Vehicle) 385 l und im GLA 435 l.

Strom vs. Sprit: Wer fährt günstiger?
Motorisierungen Mercedes-Benz EQA (Baureihe H 243) und GLA (Baureihe H 247)
Motorisierung EQA 250 EQA 300 4Matic EQA 350 4Matic GLA 180 GLA 180 d GLA 200 GLA 200 d GLA 200 4Matic GLA 200 d 4Matic GLA 220 d GLA 220 d 4Matic GLA 250 GLA 250 4Matic GLA 250 e
Motortyp Elektromotor Elektromotor Elektromotor Benziner Diesel Benziner Diesel Benziner Diesel Diesel Diesel Benziner Benziner Benziner (Plug-in-Hybrid)
Leistung 140 kW 168 kW 215 kW 100 kW 85 kW 120 kW 110 kW 120 kW 110 kW 140 kW 140 kW 165 kW 165 kW 118 kW (Verbrenner)
75 kW (Elektromotor)
160 kW Systemleistung
Drehmoment 375 Nm 390 Nm 520 Nm 200 Nm 280 Nm 250 Nm 320 Nm 250 Nm 320 Nm 400 Nm 400 Nm 350 Nm 350 Nm 250 Nm (Verbrenner)
300 Nm (Elektromotor)
450 Nm Systemdrehmoment
Antrieb Vorderrad Allrad Allrad Vorderrad Vorderrad Vorderrad Vorderrad Allrad Allrad Vorderrad Allrad Vorderrad Allrad Vorderrad

Für den Vergleich auf Basis der im Juli 2021 gültigen Preislisten haben wir den EQA 300 4Matic sowie die beiden GLA-Motorisierungen 250 und 250 e herangezogen. Mit 168 kW, 165 kW und 160 kW (Systemleistung) liegen sie in puncto Leistung dicht beieinander, beim Listenpreis sind die Unterschiede hingegen groß. So kostet der EQA 300 4Matic in der Basisvariante Progressive 53.500 Euro, für den GLA 250 verlangt Mercedes hingegen nur 43.400 Euro, für den GLA 250 e etwa 46.200 Euro.

Immer mehr Wissen. Das digitale Abo für IT und Technik.

  • Zugriff auf alle Inhalte von heise+
  • exklusive Tests, Ratgeber & Hintergründe: unabhängig, kritisch fundiert
  • c't, iX, MIT Technology Review, Mac & i, Make, c't Fotografie direkt im Browser lesen
  • einmal anmelden – auf allen Geräten lesen - monatlich kündbar
  • erster Monat gratis, danach monatlich 12,95 €
  • Wöchentlicher Newsletter mit persönlichen Leseempfehlungen des Chefredakteurs
GRATIS-Monat beginnen Jetzt GRATIS-Monat beginnen Mehr Informationen zu heise+