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Synthesizer-Sounds am Mac erstellen: Coole Klänge aus Modulen

Mit modularen Synthesizern Sounds zu basteln, macht selbst Nicht-Musikern Spaß. Wir verraten, wie sich diese Faszination unter macOS erleben lässt – gratis.

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Manchmal geht die Geschichte schon erstaunliche Wege: Da waren die Musiker in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts heilfroh, dank Digitalisierung die ebenso schweren wie unhandlichen Analogsynthesizer aufs Altenteil schicken zu können – und nun sind sie wieder da. Vor allem in modularer Ausführung begeistern diese elektronischen Klangerzeuger Musiker wie Nicht-Musiker. Während bei herkömmlichen Synthesizern der Signalweg und auch die Steuerung fest vorgegeben sind, muss man bei einem modularen Exemplar die verschiedenen Komponenten erst mittels sogenannter Patch-Kabel miteinander verbinden.

Diese Methode wirkt zwar auf den ersten Blick recht umständlich und fehlerträchtig, dafür gewährt sie dem Bastler enorme Freiheiten bei der Klanggestaltung. Wo fest verdrahtete Synthesizer eher wenig Spielraum bei der individuellen Beeinflussung der vielen Klangparameter bieten, setzt das modulare Pendant kaum nennenswerte Grenzen. Außerdem lässt sich das System durch Ergänzen zusätzlicher Module erweitern. Der Synthesizer lernt so ganz einfach neue Klänge.

Ein großer Reiz des Strippenziehens liegt daher in eben diesem Forschen nach dem bisher noch nicht Gehörten. Je verrückter der Sound und je ungewöhnlicher die Verdrahtung der Module, desto besser. So gesehen hat das Experimentieren mit diesen Instrumenten viel mit dem etwas anarchischen Hantieren mit einem Chemiebaukasten gemein: Mal sehen, was als Nächstes passiert. Um so größer fällt dann das Glücksgefühl aus, wenn am Ende tatsächlich ein Ton aus dem Synthesizer kommt, der so ähnlich klingt wie vorgestellt. Die Videodokumentation "I dream of Wires" aus dem Jahr 2014 liefert einen hervorragenden Einblick in die Entwicklung und Wirkung dieser Instrumente. In iTunes kostet der Download lediglich 7,99 Euro.

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