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UEFI-Linux: Ausfallsicheres Software-RAID-1 erzeugen

Wenn einer der Datenträger im Software-RAID-1 ausfällt, muss der Linux-Admin nachhelfen, damit das System auch per UEFI bootet.

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Tux-Figuren, Maskottchen des Open-Source-Betriebssystems Linux.

(Bild: dpa, Tobias Kleinschmidt)

Für einen ständig einsatzbereiten Linux-Server reicht es nicht, Betriebssystem- und Datenpartitionen mit einem Software-RAID-1 von Linux zu spiegeln: Auch der Boot-Code zum Betriebssystemstart muss auf allen am RAID beteiligten Datenträgern liegen, denn sonst startet Linux nicht mehr, wenn der normalerweise zum Booten verwendete Datenträger ausfällt. Kaum ein Installer erledigt das dazu Nötige von Haus aus, wenn es ein Software-RAID-1 für ein per UEFI startendes Linux einrichtet.

Diese Schwachstelle können Sie mit ein paar Handgriffen beheben, indem Sie für Notfälle einen alternativen Boot-Pfad mit einer zweiten EFI System Partition (ESP) anlegen. Auf den ersten Blick scheint sich dafür ein Software-RAID-1 anzubieten, auf den man die ESP legt. Dieser Ansatz entpuppt sich beim näheren Hinsehen aber als tückisch – mehr dazu im Kasten am Ende des Artikels.

Richten Sie stattdessen besser eine alternative ESP manuell ein, über die das System im Ernstfall starten kann. Am einfachsten ist das, wenn Sie gleich bei der Installation von Linux eine ESP auf jedem Datenträger anlegen, der am RAID 1 beteiligt ist. Geben Sie der ersten ESP den für solche Partitionen vorgesehenen Mount-Point /boot/efi/ und der zweiten einen anderen – beispielsweise /var/lib/alternate_esp/.

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