USB-C-Anschluss des Raspberry Pi 4 reparieren und flexibel nutzen

Der USB-C-Port des Raspberry Pi 4 lässt sich vielseitig einsetzen. Die erste Platinenrevision hatte jedoch einen Fehler, deren Reparatur Lötarbeit erfordert.

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USB-C-Anschluss des Raspberry Pi 4 ausnutzen
Von
  • Thomas Koch
  • Mirko Dölle
Inhaltsverzeichnis

Als die ersten Raspberry Pi 4 mit USB-C-Anschluss für das Netzteil herauskamen, waren die meisten Bastler wenig begeistert: Für die bisher verwendeten Netzteile mit Micro-USB-Stecker brauchte man einen Adapter. Viele vorhandene USB-C-Netzteile und -Kabel von Smartphones, Tablets und Computern ließen sich aber ebenfalls nicht anschließen, denn aufgrund einer fehlerhaften Schaltung beim Raspi lieferten diese mit den Original-Kabeln gar keinen Strom.

Schwerpunkt: Reparieren
Schwerpunkt Upcycling

Die einfachste Lösung für Raspi-4-Besitzer ist, ein "dummes" USB-C-Kabel ohne SOP-Chips zu verwenden – das sind zum Glück typischerweise die günstigen für weniger als 10 Euro. Oder Sie kaufen einen Raspi 4 der neuen Fertigungsserie, die seit Ende Februar 2020 im Handel angekommen ist. Leider haben sich weder die Beschriftung noch die Modellbezeichnung geändert, sodass man vor dem Kauf praktisch nicht herausfinden kann, ob ein Händler noch Raspis der ersten Fertigungsserie ausliefert oder ob er bereits das aktualisierte Modell verkauft.

Ein Blick auf die Unterseite des Raspberry Pi 4 offenbart, um welche Board-Revision es sich handelt: Gibt es einen Transistor unmittelbar neben dem Schriftzug "MICRO" des MicroSD-Kartenschachts (unten), handelt es sich um die neue Board-Revision 1.2 ohne USB-C-Bug. Bei alten Raspi 4 (oben) befindet sich der Transistor noch am Platinenrand.

Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal ist, dass bei der neuen Fertigungsserie ein Transistor anders platziert wurde. Die Abbildung zeigt Ihnen zum Vergleich einen Raspberry Pi 4 der alten (oben) und der neuen Serie (unten). Wenn der Raspi gerade in Betrieb ist, können Sie auch einfach den Befehl pinout aufrufen oder in die Datei /sys/firmware/devicetree/base/model sehen: Steht dort Revision 1.1, so handelt es sich um ein Modell der ersten Fertigungsserie, die aktuelle Serie trägt die Revisions-Nummer 1.2.

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