Upcycling: Raspberry Pi als Brücke zu Altgeräten mit SMBv1-Protokoll nutzen

Wer auf den Einsatz älterer Geräte im Netz nicht verzichten will, kann einen Raspi als Protokollbrücke nutzen.

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(Bild: Andreas Martini)

Von
  • Peter Siering
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Dass das SMBv1-Protokoll unsicher ist und in keinem Netzwerk heute mehr benutzt werden sollte, ist schon seit einigen Jahren sehr klar: Lücken in der Implementierung des Serverdienstes in Windows führten zu einer rasanten Verbreitung von Würmern. Auch die Clients sollte man heutzutage meiden, weil sie keine sicheren Verbindungen herstellen und sich leicht Zugangsdaten entlocken lassen.

Dennoch werden noch heute Geräte in Umlauf gebracht, die nur SMBv1 für den Dateiaustausch kennen. Und: In manchem kostspieligen Gerät steckt eben auch ein Netzwerkstack, der nur das alte Protokoll beherrscht, ohne dass es eine Aussicht auf eine Aktualisierung durch den Hersteller gibt. Mit einem Raspberry Pi können Sie sich als Betreiber solcher Altgeräte selbst helfen und brauchen die Sicherheit eines Produktivservers durch Aktivieren von SMBv1 nicht weiter zu gefährden.

Die Grundidee dieser Praxisanleitung ist, das Altgerät so einzuhegen, dass es allein mit einem Raspi Daten über das verpönte SMBv1-Protokoll austauscht. Der Raspi reicht die Daten dann an einen Produktivserver weiter, zu dem er per SMBv2/3 spricht. Weiterreichen beschreibt dabei keinen aktiven Kopierprozess, sondern lässt sich schlicht über das Durchreichen eines freigegebenen Verzeichnisses realisieren.

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