Überwachungskameras mit App-Steuerung: Was sie können, worauf Sie achten müssen

Mit IP-Kameras haben Sie Ihr Zuhause auch unterwegs per Smartphone-App im Blick. Aber nicht jedes Modell eignet sich für jeden Zweck.

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(Bild: Hama)

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  • Dirk Weyel
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Die Auswahl an Überwachungskameras ist groß. Gerade im unteren Preiseinstiegsbereich finden sich viele Modelle, die nur für den Anschluss an einen Monitor konzipiert sind. Hier können Sie das aktuelle Live-Bild, ganz klassisch, auf einem Bildschirm sehen, mehr meist nicht.

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Wesentlich praktischer sind Überwachungskameras mit App-Steuerung. Sie sind per Ethernet-Kabel oder WLAN direkt mit dem Router verbunden oder lassen sich in bestehende Smart-Home-Systeme integrieren. Durch die Anbindung ans Internet können Sie auch von unterwegs per Smartphone-App auf die Überwachungskamera zugreifen und werden bei Bewegungen per Pushnachricht informiert.

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Vor der Anschaffung einer Überwachungskamera sollten Sie sich Gedanken über den Einsatzzweck und Aufstellort machen. WLAN-Kameras benötigen ausreichend starkes Funksignal. Möchten Sie die Kamera im Außenbereich installieren, muss das entsprechende Modell für die unterschiedlichen Umgebungstemperaturen ausgelegt sein. Im Idealfall installieren Sie die Außenkamera nicht komplett frei, sondern unter einem Vordach.

Bei der Montage im Außenbereich müssen Sie darauf achten, dass die Kabel sicher und witterungsbeständig verlegt sind, sodass kein Wasser eindringen kann. Damit Unbefugte sie nicht einfach herausziehen können, sollte die Kamera hoch genug hängen. Eine separate Stromversorgung ist bei den meisten Modellen für die Außenmontage nicht erforderlich, sie werden in der Regel über Power over Ethernet (PoE), direkt über das LAN-Kabel im Zusammenspiel mit einem zusätzlichen Injector mit Energie versorgt.

Bei der Montage im Außenbereich müssen Sie in jedem Fall darauf achten, dass die Kamera nicht öffentliche Bereiche wie Gehweg oder Straße abdeckt. Mehr dazu:

Rechtliches zur Videoüberwachung

Beim Einsatz einer Videoüberwachungsanlage bzw. IP-Kameras drängen sich Fragen des Datenschutzes auf. Das liegt zum einen daran, dass Videoaufnahmen einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung von Personen darstellen. Zum anderen ist es möglich, dass sensible personenbezogene Daten verarbeitet werden, welche durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) besonders geschützt sind.

Das meiste, was für den Einsatz von Videoüberwachungsanlagen gilt, lässt sich dabei auf die Videotürklingeln übertragen. Denn auch wenn die Videoübertragungen im Regelfall wesentlich kürzer sind, kann man manche Geräte individuell auf 24/7-Betrieb umstellen oder die Geräusch- und Bewegungserkennung aktivieren und sie auch zur Videobeobachtung verwenden.

Datenschutzgrundverordnung beachten

Für alle IP-Kameras gilt: Auch beim Einsatz auf dem eigenen Grundstück kann die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) Anwendung finden, da bei der Videoerfassung personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden. Dabei macht es nach Ansicht der Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder (DSK) aus datenschutzrechtlicher Sicht keinen Unterschied, ob die Videogeräte aufzeichnen oder die Übertragung in Echtzeit ohne Zwischenspeicherung erfolgt.

Allerdings findet die DSGVO keine Anwendung bei Datenverarbeitungen, die ausschließlich zu persönlichen und familiären Zwecken erfolgen. Wann diese Ausnahme zur Anwendung kommt, sorgt regelmäßig für Diskussionsstoff unter Juristen. Nach der Rechtsprechung des EuGH (EuGH, Urteil vom 11.12.2014, Rechtssache C-212/13) ist für die Beurteilung der Frage, ob diese sogenannte "Haushaltsausnahme" greift, ein wesentliches Kriterium, ob die Kameras auch den öffentlichen Bereich abdecken.

Wird beispielsweise die Straße vor dem eigenen Grundstück oder das Nachbargrundstück erfasst, kann man die Haushaltsausnahme nicht für sich in Anspruch nehmen. Die Konsequenz wäre, dass für den Privatanwender alle gesetzlichen Datenschutzvorgaben zu beachten wären und bei Verstößen die potenziell hohen Bußgelder der DSGVO oder Schadensersatzansprüche der betroffenen Personen in Betracht kämen.

Im Hinblick auf die Erfassung des öffentlichen Bereichs sind daher IP-Kameras kritisch zu bewerten, die dauerhaft eingeschaltet sind und etwa in Mehrparteienhäusern den Eingangsbereich des Nachbarn oder den Durchgangsbereich im Treppenhaus erfassen.

Auf Kameraüberwachung hinweisen!

Doch auch im Innenbereich ist Vorsicht geboten: So ist es zwar dem familiären Bereich zuzurechnen, wenn die Eltern das Kleinkind im Rahmen der eigenen Wohnung per Videokamera überwachen. Sollte allerdings Besuch von haushaltsfremden Personen anstehen, wären die Kameras auszustellen oder es müssten die Besucher vor Betreten der Räume gefragt werden, ob sie damit einverstanden sind, dass die Innenräume per IP-Kamera überwacht werden.

Ebenfalls nicht unter die Haushaltsausnahme fällt das Verfügbarmachen der Videoübertragung über das Internet für einen unbegrenzten Personenkreis. Sind die Aufnahmen dagegen mittels technischer und organisatorischer Maßnahmen ausreichend abgesichert und nur ein enger Familienkreis hat Zugriff auf diese, kommt wiederum die Haushaltausnahme in Betracht.

Die vorgenannte Rechtsprechung des EuGH stellt weiterhin klar, dass die Beurteilung, ob die Haushaltsausnahme greift, stets im Rahmen einer Einzelfallprüfung vorzunehmen ist. Auch bei hybrider Nutzung der Anlage nicht nur zu privaten, sondern auch zu geschäftlichen Zwecken, käme die Haushaltsausnahme nicht zur Anwendung. Private Videoanlagenbetreiber sollten also vorsichtig beim Einsatz sein und im Zweifel rechtliche Beratung in Anspruch nehmen.

Ein häufiger Irrtum: Auch wenn einige IP-Kameras Datenschutzaspekte berücksichtigen, sind reine Hersteller für sich genommen in der Regel keine datenschutzrechtlichen Verantwortliche. Datenschutz muss also seitens des Herstellers nicht voreingebaut sein. Das bedeutet, dass die Person, die IP-Kameras im Innen- oder Außeneinsatz einsetzt, stets selbst geltende Datenschutzvorgaben gewährleisten muss – sofern die Haushaltsausnahme nicht greift. Hilfreich ist es dabei, schon vor dem Kauf sich über Einsatzzweck und Datenschutz-Features Gedanken zu machen.

In jedem Fall empfiehlt es sich bei IP-Kameras, die von den Herstellern meist schon mitgelieferten Hinweisschilder gut sichtbar anzubringen. So können Besucher sofort erkennen, dass sie per Videokamera beobachtet werden können. Zudem sollten die Mikrofone grundsätzlich ausgestellt und lediglich für die Dauer des Gesprächs aktiv sein. Denn sollte der Betreiber beim Einsatz von IP-Kameras Audiosignale dauerhaft aufnehmen, kann er sich durch das unbefugte Aufnehmen des nicht öffentlich gesprochenen Wortes strafbar machen. (Dr. Michael Koch)

Soll die Überwachungskamera überwiegend nachts aktiv sein, gilt es auf eine Nachtsicht-Funktion zu achten. Entscheiden Sie sich für ein Modell mit Akku, müssen Sie bedenken, dass dieser regelmäßig aufgeladen werden muss. Nutzen Sie ein Videoüberwachungs-System mit Stromanschluss, benötigen Sie eine gut erreichbare Steckdose.

Einige Kameras wie hier von Arlo können Sie per Solarpanel mit Strom versorgen.

(Bild: Arlo)

Möchten Sie für die Überwachung mehrere Kameras nutzen, empfehlen sich professionelle Videoüberwachungs-Systeme. Sie haben meist ein zusätzliches Gateway und einen separaten Netzwerkspeicher. Beide sind in der Regel im Lieferumfang des Sets enthalten. Diese Videoüberwachungssysteme erlauben die parallele Überwachung mit mehreren Kameras auf einem Bildschirm und per Smartphone-App.

Nutzen Sie bereits ein Smart-Home-System eines bestimmten Herstellers können Sie oftmals auch Fremdprodukte einbinden. Bei Smart-Home-Zentralen wie SmartThings von Samsung oder Magenta SmartHome der Telekom werden die Überwachungskameras einfach als neues Gerät angemeldet. Anschließend können Sie diese über die bestehende App abrufen und steuern.

Die Einrichtung und Verwaltung der Überwachungskameras gelingt einfach per App. In einem Nutzer-Account geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein und legen einen Benutzernamen und ein Passwort fest. Anschließend werden Sie über einen Einrichtungs-Assistenten in der App durch die Installation geführt. Die meisten Modelle nutzen für den Verbindungsaufbau einen QR-Code auf der Kamera, den Sie mit dem Smartphone abscannen. Als zusätzliche Option bietet sich die Konfiguration über ein Webinterface an.

Viele IP-Kameras können Sie auch mit den Sprachassistenten von Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Siri verknüpfen. Nutzen Sie einen smarten Lautsprecher inklusive Display, wie den Amazon Echo Show, können Sie das aktuelle Livebild der Kamera dann sogar unabhängig vom Smartphone sehen.

Was die einzelnen Überwachungskameras im Detail leisten, hängt vom Modell ab. In der Regel können Sie über die Smartphone-App das aktuelle Live-Bild abrufen und verschiedene Einstellungen vornehmen. Ist die Videoüberwachung aktiviert, werden Sie bei unerwarteten Bewegungen per Push-Nachricht in der App informiert. Einzelne Hersteller erlauben die zusätzliche Benachrichtigung per E-Mail oder Telefonanruf. Anbieter wie Lupus und Verisure bieten optional einen kostenpflichtigen Notrufservice an, der bei Bedarf dann die Polizei oder Rettungskräfte informiert.

Akku-betriebene WLAN-Kameras lassen sich flexibel aufstellen und fallen durch ihre geringen Abmessungen kaum auf.

(Bild: Ring)

Die heute gängigen Überwachungskameras bieten überwiegend eine Auflösung in Full HD. Damit die Videoüberwachung auch im Dunklen zuverlässig funktioniert, sind die IP-Kameras üblicherweise mit einem Nachtsichtsensor und Infrarot-LEDs ausgestattet, die sich ausschalten lassen. Für eine direkte Zwei-Wege-Audio-Kommunikation zwischen Smartphone und Kamera haben die meisten Überwachungskameras ein Mikrofon und einen Lautsprecher eingebaut. Höherpreisige Überwachungskameras von Ring und Netatmo sind sogar mit einem Fluchtlicht und einer Sirene ausgestattet. Lässt sich die Überwachungskamera mit weiteren Smart-Home-Produkten verknüpfen, können Sie Komponenten wie Sirenen, Bewegungsmelder oder Netzwerkkameras ebenfalls integrieren.

Ein besonders wichtiger Punkt bei der Auswahl einer Überwachungskamera ist die Speicherung von Aufnahmen. Hier setzen die meisten Hersteller auf Cloud-basierte Lösungen. Nach Anlegen eines Nutzerkontos können Sie die online gespeicherten Aufnahmen anschauen. Meist sind die Aufnahmen nur 24 Stunden kostenfrei verfügbar. Wer längere Aufzeichnungsintervalle oder erweiterte Funktionen haben möchte, muss hierfür extra zahlen. Arlo bietet innerhalb seines Cloud-Service beispielsweise zusätzlich eine Personenerkennung an. Ring verlangt je nach Abo-Modell zwischen 3 und 10 Euro im Monat, beziehungsweise 30 und 100 Euro im Jahr.

Einige Überwachungskameras speichern Aufnahmen auf einem internen Speicher der zugehörigen Zentrale. Hier haben Sie die Daten jederzeit verfügbar und können Sie auch bei einem möglichen Ausfall des Cloudservers abrufen. Viele Kameras haben zusätzlich einen Micro-SD-Kartenslot eingebaut, auf den Sie ebenfalls unabhängig einer Cloud-Anbindung direkt zugreifen können. Wird die Micro-SD-Karte, z.B. von einem Einbrecher entfernt, haben Sie dann jedoch keinen Zugriff mehr.

Professionelle Netzwerkkameras können Sie in der Regel mit einem NAS-Laufwerk verknüpfen. Sie setzen meist auf die Plattform ONVIF (Open Video Interface Forum) und werden mit einem zugehörigen Netzwerk-Video-Rekorder (NVR) ausgeliefert, der dauerhaft oder in Zeitintervallen aufzeichnet und es erlaubt, mehrere Kamerabilder gleichzeitig auf dem Rechner anzuschauen und zu archivieren.

Möchten Sie nur einen bestimmten Bereich im Sichtfeld der Überwachungskamera im Blick haben, sollten Sie sich nach einem Modell Ausschau halten, dass die Möglichkeit bietet, den Sichtbereich individuell einstellen zu können. Per Menü können Sie hier einzelne Bereiche auswählen, die überwacht werden sollen, andere werden dann für die Überwachung ausgeblendet. Höherpreise Modelle von Hikvision und Bascom bieten unter anderem diese Funktion.

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Überwachungskameras wie die Lupus LE 232 oder Netatmo Presence haben eine Personenerkennung integriert. Der entsprechend von der Kamera erkannte Bereich, muss hier eine bestimmte Größe haben, damit der Alarm auslöst. Im Garten herumlaufende Katzen oder Hunde werden aufgrund ihrer Größe also dann z.B. nicht als Mensch identifiziert.

Alle Überwachungskameras setzen eine Stromversorgung voraus, die man per Anschluss an eine Steckdose, über Batterie, das Einlegen eines Akkus oder über ein Solarpanel herstellen kann. Damit Sie die Kamera auf ihrem Smartphone über etwaige ungebetene Besucher informieren kann, muss sie ans Internet angebunden sein. Doch was, wenn die Kamera Bereiche außerhalb des Empfangsbereichs eines WLAN, z.B. einen Schrebergarten überwachen soll?

Hierfür eignen sich IP-Kameras, die Sie mit einer SIM-Karte für das Mobilfunknetz aufrüsten können. In den vorgesehenen Kartenschacht legen Sie einfach eine freigeschaltete SIM-Karte ein. Ist am Aufstellort keine Steckdose vorhanden, empfiehlt es sich eine Überwachungskamera mit Akkubetrieb zu kaufen. Nutzen Sie ein solches Modell müssen Sie aber auch hier beachten, dass Sie den Akku regelmäßig aufladen müssen. Eine weitere Möglichkeit der Energieversorgung ist der Solar-unterstützte Akkubetrieb. Hierzu wird an die Kamera zusätzlich ein Solarpanel angeschlossen, dass den eingelegten Akku mit Energie versorgt.

Die Auswahl an Überwachungskameras mit der Möglichkeit eine SIM-Karte nachzurüsten ist gering. Der Hersteller Reolink hat einige Modelle wie die Reolink Go PT im Angebot. Sie kostet rund 270 Euro und lässt sich neben dem Betrieb an einem herkömmlichen WLAN-Router/Repeater auch optional per Mobilfunkverbindung betreiben. Die Reolink-Kameras sind für einen Akkubetrieb ausgelegt und bieten einen zusätzlichen Anschluss für ein Solarpanel. Auch Arlo hat mit der Go 2 ein passendes Modell mit SIM-Kartenschacht im Angebot.

Als Alternative zu klassischen Überwachungskameras mit LTE können Sie auch sogenannte Wildkameras zur Überwachung eines Objekts einsetzen. Mit integriertem Bewegungsmelder, Nachtsichtfunktion und langen Batterielaufzeiten sind diese Varianten nicht nur für Förster und Jäger interessant. Einige Modelle wie z.B. die Secacam 5000 oder die Wildkamera von Seissiger sind auch mit einem Mobilfunkmodul erhältlich. Für alle Outdoor-Modelle gilt: Die Kameras sind in Regel nicht für einen Einsatz bei Schnee und Eis auslegt. Möchten Sie diese auch in den Wintermonaten nutzen, sollten Sie die Kamera im Innenraum oder unter einem Vordach montieren.

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Für den flexiblen Einsatz im Innen- und Außenbereich eignen sich Akkubetriebene Kameras. Hier ist eine permanente Stromversorgung per Kabel nicht nötig. Sie müssen den Akku jedoch zwischendurch aufladen. Wann dies nötig ist, hängt vom jeweiligen Modell und der Einsatzdauer ab. Einzelne Modelle wie die Spotlight Cam von Ring lassen sich mit einem Solarmodul betreiben und sind somit (fast) dauerhaft autark. Die Kameras sind eher kompakt gehalten und lassen sich damit auch im Innenbereich gut in Ecken platzieren.

Dome-Kameras wie hier von Lupus eignen sich besonders für die Überwachung von Außenbereichen wie Terrasse oder Carport.

(Bild: Lupus)

Für die Installation an der Decke z. B. auf einer Terrasse sind Dome-Kameras gedacht. Sie sind meist an bestehende Smart-Home-Zentralen angebunden. Mit ihrem 360-Grad-Rundumblick werden sie oft zur Überwachung von Hinterhöfen oder Carports genutzt. Sie sitzen unter einer Glaskugel und sind somit gut gegen Witterungseinflüsse geschützt. In der Regel sind sie mit einer Schwenk-Neige-Funktion ausgestattet. Per App können Sie dann den Sichtbereich individuell bestimmen.

Auch Außenleuchten sind mit integrierter Kamera zu bekommen. Sie ersetzen klassische Außenleuchten, schrecken ab, sichern Beweise und kommen an die vorhandenen Anschlüsse von Außenleuchten. Vor der Montage sollte man aber mit dem Vermieter klären, ob er mit einem Austausch einverstanden ist.

Last but not least, können Sie auch eine smarte Videotürklingel als Überwachungskamera nutzen. Viele Modelle erlauben das Aufrufen des aktuellen Livebilds und können auf Bewegungen reagieren, einzelne bieten zudem einen Radarsensor, um Bewegungen vor der Kamera in einem definierten Abstand zu erkennen.

Überwachungskameras ermöglichen eine Rund-um-die-Uhr-Kontrolle von Haus und Garten. Sie sind per LAN oder WLAN an den bestehenden Internetrouter angebunden oder haben eine eigene Schaltzentrale. Per Smartphone-App haben Sie das aktuelle Geschehen im Blick. Ist die Kameraüberwachung aktiviert, werden Sie per Pushnachricht auf dem Smartphone informiert, wenn eine Bewegung erkannt wird.

Neben den klassischen akkubetriebenen WLAN-Modellen und den per Netzwerkkabel angeschlossenen Kameras können Sie auch Videotürklingeln und Außenleuchten zur Überwachung nutzen. Für alle Varianten gilt: Sie dürfen nur innerhalb ihres eigenen Grundstücks aufzeichnen und überwachen.

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(keh)