Vier schnurlose DECT-Festnetztelefone im Test: Was es beim Kauf zu beachten gilt

E-Mails, Babyfon, SIP-Telefonie: DECT-Telefone bieten viele Funktionen – wenn Basis und Mobilteil zueinander passen. Wir zeigen, worauf dabei zu achten ist.

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(Bild: heise online / Patrick Bellmer)

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  • Patrick Bellmer
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Das schnurlose Festnetztelefon spielt trotz Telefonie-Flatrates fürs Smartphone noch immer eine große Rolle. Denn die Vorteile liegen auf der Hand: Die Sprachqualität ist höher, der Empfang zumeist auch im Keller ausreichend und die Laufzeit lässt sich in Tagen und nicht nur in Stunden angeben. So einfach die Handhabung aber auch ist, der blinde Griff ins Regal ist bei der Neuanschaffung nicht empfehlenswert. Denn auch wenn DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunications) draufsteht, garantiert das keinen fehlerfreien oder uneingeschränkten Betrieb. Wir zeigen, worauf Sie beim Kauf eines DECT-Telefons achten müssen. Mit dem AVM Fritzfon C6, Gigaset CL660 und T480HX sowie dem Snom M215 SC gehen wir zudem auf die vier verschiedenen Ansätze für DECT-Telefone ein.

Die grundsätzliche technische Voraussetzung für den Betrieb eines DECT-Telefons ist in vielen Haushalten – und in erster Linie kleinen Unternehmen – vorhanden. Denn zahlreiche Router verfügen über eine entsprechende integrierte Basisstation. Erkennbar ist das in der Regel an einem Verweis auf DECT oder Angaben wie "unterstützt schurlose Telefone“ auf der Verpackung oder in den technischen Daten. Fehlt Ihrem Router eine solche Basiseinheit, greifen Sie kurzerhand zu einem Telefon mit mitgelieferter DECT-Basis. Der Aufpreis beträgt in der Regel 20 bis 30 Euro gegenüber der Variante ohne Basis.

Bei DECT handelt es sich um einen eigenen Funkstandard, der in Europa den Frequenzbereich zwischen 1880 und 1900 MHz nutzt. Da dieser Bereich für DECT reserviert ist, ist das Störungspotential durch andere Funkstandards äußerst gering. Zwar ist DECT für Sprachkommunikation konzipiert, es lassen sich aber auch rein datenbasierte Aufgaben darüber abwickeln – beispielsweise per DECT ULE (Ultra Low Energy) die Steuerung von Smart-Home-Komponenten. Fest mit DECT verbunden ist GAP (Generic Access Profile). GAP stellt sicher, dass ein herstellerübergreifender Betrieb möglich ist – das Mobilteil von Hersteller A lässt sich entsprechend mit der Basis von Hersteller B nutzen. Die vorgeschriebene Kompatibilität bezieht sich allerdings nur auf die Grundfunktionen.

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