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Was Übertakten beim Raspberry Pi 4 bringt

Der Raspi 4 wird schon ab Werk schnell so heiß, dass er seinen Takt senken muss. Wir zeigen, ob sich Übertakten dennoch für Sie lohnen kann.

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Der BCM2711-"Hauptprozessor" des Raspberry Pi 4 rechnet viel schneller als sein Vorgänger BCM2837B0 im Raspi 3B+. Trotzdem wünscht man sich für manche Zwecke noch mehr Leistung. Dazu kann man den neuen übertakten – aber mit Nebenwirkungen. Bei länger anhaltender Rechenlast drosselt er ohne Kühlung dann noch schneller als im Normalbetrieb. Je nach Nutzung kann Übertakten deshalb auch die Rechenleistung mindern statt steigern. Sie können leicht herausfinden, ob sich mehr Takt für Ihre Lieblingsanwendung lohnt oder ob es sie ausbremst.

Bevor Sie sich ans Übertakten machen, sollte man das normale Taktverhalten des Raspi 4 kennen: Ab Werk laufen die ARM-Rechenkerne ohne Last mit einem Basistakt von 600 MHz und schalten erst auf den Turbotakt von 1500 MHz hoch, wenn es nennenswert etwas zu tun gibt. Wenn die CPU-Temperatur nach längerer Last 80 °C übersteigt, gehts runter auf den Spartakt von 1000 MHz und auf dem Bildschirm erscheint oben rechts ein halb rotes, halb weißes Thermometer. Sinkt die Temperatur unter 80 °C, wird der Turbotakt wieder freigegeben.

Oberhalb von 85 °C wird es für das System-on-Chip (SoC) BCM2711 kritisch: Dann sinkt der Takt nach und nach bis auf 300 MHz – zumindest ist es uns nicht gelungen, ihn noch weiter herunterzuzwingen, obwohl das SoC bis zu 93 °C heiß wurde. Wegen übermäßiger Hitze abgeschaltet hat sich der Raspi bei uns nie.

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