Web-Analyse mit Matomo: Seitenbesuche DSGVO-konform auswerten

Matomo fordert Google Analytics heraus: Das Web-Tool analysiert Seitenaufrufe ähnlich umfangreich wie Google, schützt aber die Privatsphäre der Besucher besser.

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Von
  • Daniel Berger
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Wer eine Website betreibt, will auch wissen, ob sie besucht wird – und welche Seiten die Besucher am meisten aufrufen. Wer sich intensiv mit der Suchmaschinenoptimierung (SEO) befasst und gern neue Strategien ausprobiert, ist brennend an einer detaillierten Erfolgsmessung interessiert. Diese liefert Matomo, das bis 2018 noch Piwik hieß und sich seit Jahren erfolgreich als Alternative zu Google Analytics positioniert. Die Web-Anwendung ist Open-Source, funktionsreich und obendrein gratis.

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Web-Analyse und Tracking bedeuten, dass das Nutzerverhalten verfolgt wird. Als Seitenbetreiber ist das spannend – für Besucher vielleicht eher unangenehm. Deshalb setzt Matomo deutlicher als andere Dienste auf Datenschutz und Privatsphäre. Die erfassten Informationen gelangen nicht zu Google oder einem anderen Drittanbieter, sondern werden ausschließlich auf dem eigenen Server oder Webspace des Seitenbetreibers abgelegt und ausgewertet. Dieser behält dadurch die volle Kontrolle, trägt zugleich aber auch die Verantwortung, das Tracking möglichst nutzerfreundlich einzustellen. Um die Privatsphäre zu schützen, anonymisiert Matomo vor dem Speichern die IP-Adressen der Besucher oder maskiert sie sogar komplett.

Die Einrichtung von Google Analytics mag etwas bequemer sein, weil keine Installation und Wartung notwendig sind. Doch die Installation von Matomo ist nicht kompliziert und die eigentliche Einrichtung dauert dann tatsächlich nur fünf Minuten. Für WordPress-Nutzer erleichtert ein neues Plug-in die Installation noch weiter. Die vielen Zahlen, Daten und Berichte, die Matomo liefert, sind dann schon eine kleine Herausforderung. Wer sie zu interpretieren weiß, kann seine Website gezielt optimieren, um immer mehr Besucher zu zählen. Dieser Artikel greift Ihnen bei den ersten Schritten unter die Arme und erklärt, was eine umfangreiche Web-Analyse ermöglicht.

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