Webradio-Sendersuche ohne vTuner-Dienst

Gibt es Alternativen zu vTuner, um auch in Zukunft kostenlos Internetradio zu hören?

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen
Von

Bei meinem Denon-Webradio und meinem AV-Receiver von Marantz kann ich plötzlich keine Sender mehr einstellen. Stattdessen soll ich mich bei vTuner kostenpflichtig anmelden – gibt es kostenlose Alternativen, um auch in Zukunft Internetradio zu hören?

Ja, mehrere. Zunächst sollten Sie nachsehen, ob es vielleicht Firmware-Updates gibt. Yamaha etwa stellt damit eine Reihe von Komponenten vom Webradio-Stationsdienst vTuner auf airable.radio um.

Falls es für Ihr Gerät kein Firmware-Update gibt, Sie aber eine Fritzbox besitzen, können Sie den Umweg über deren UPnP-Medienserver nehmen. Einen solchen Streaming-Server können viele der von der vTuner-Abkopplung betroffenen Webradios nutzen. Sie aktiveren den UPnP-Server zunächst in der Firmware Ihrer Fritzbox, die Sie im Heimnetz meistens unter https://fritz.box erreichen. Dort tragen Sie dann auch die gewünschten Webradio-Stationen ein. Bei einigen Webradios lassen sich die von der Fritzbox im lokalen Netz angebotenen Streams dann wiederum als Favoriten abspeichern.

Steht keine Fritzbox im Haushalt, kann man sich möglicherweise mit YCast auf einem Raspberry Pi behelfen. Auch viele NAS lassen sich per Plug-in in einen UPnP- oder DLNA-Medienserver verwandeln. Hintergrund der vTuner-Probleme ist, dass die Betreiberfirma des Onlinedienstes seit einiger Zeit jährliche Gebühren für die Nutzung fordert, und zwar 3US-Dollar pro MAC-Adresse – also letztlich pro Gerät. Doch vTuner ist nicht viel mehr als ein Stationsverzeichnis, das die eigentlichen, aber manchmal wechselnden URLs der Webradio-Streams über die Sendernamen verlinkt.

(ciw)