zurück zum Artikel

Windows: Festplatten mit Bordmitteln verschlüsseln

Schloss, Zensur, Überwachung

(Bild: Michal Jarmoluk, gemeinfrei)

Verschlüsselte Festplatten schützen die eigenen Daten vor fremden Blicken. Auf Windows können Sie bequem mit dem Bordmittel Bitlocker arbeiten.

Dokumente, Fotos, Videos: Die Daten auf dem eigenen Rechner gehen Dritte nichts an. Damit sie zuverlässig vor fremden Zugriff geschützt sind, hilft eine Verschlüsselung der kompletten Festplatte, die Daten sind so für andere unbrauchbar. Unter Windows müssen Sie dafür nicht einmal ein zusätzliches Tool installieren, Nutzer von Windows 10 Pro, Enterprise oder Education können einfach die Bitlocker-Verschlüsselung aktivieren, um das gesamte Systemlaufwerk zu schützen. Besitzer von Windows 10 Home müssen zu einem Trick greifen, um Bitlocker einzuschalten.

Weitere wichtige Voraussetzung für den Einsatz von Bitlocker: Sie müssen Microsoft Ihr Vertrauen schenken, dass es zuverlässig Ihre Daten verschlüsselt und keine Hintertüren für Geheimdienste offenlässt, die Ihre Daten ausspähen.

Der typische Gegner ist normalerweise eher nicht die National Security Agency. Der Alltag ist meist banaler: Ein Dieb klaut Ihren Laptop, Sie verlieren Ihren USB-Stick, ein Reparaturdienst untersucht Ihren PC. Oft gehts ums Prinzip: Es sind Ihre Daten und andere Leute sollen darauf nicht zugreifen können. Briefe verschicken Sie ja auch nicht als Postkarte. Ein Umschlag schützt Briefe vor fremden Blicken, Verschlüsselung Dateien. Die Laufwerkverschlüsselung schützt nur, wenn andere an Ihren ausgeschalteten Rechner gelangen. Eingeschaltet ist das Laufwerk entsperrt und damit wieder für alle sichtbar.


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-4572663