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Windows-Umzug: So gelingt der Rechnerwechsel ohne Neukonfiguration

Wenn ein neuer PC fällig ist, kann man die Windows-Installation vom alten PC mitnehmen. Dazu gibt es mehrere Wege mit verschiedenen Vor- und Nachteilen.

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Windows-Umzug: So gelingt der Rechnerwechsel ohne Neukonfiguration

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Man kommt einfach nicht drum herum: Irgendwann ist jeder PC zu alt, zu langsam, defekt oder nicht mehr schick genug, und dann wird er halt ersetzt. Mitunter muss auch ein zusätzliches Gerät her, etwa weil das 17-Zoll-Notebook fürs Sofa zwar prima taugt, man auf Reisen aber ein deutlich leichteres Gerät bevorzugt. Wenn dann auf dem alten und dem neuen PC gleichermaßen Windows laufen soll, kann man zwar das vorinstallierte Windows verwenden oder die Chance für einen Neustart mit einer sauberen, frischen Installation nutzen.

Doch darin muss man erst mal wieder heimisch werden, sprich die nötigen Anwendungen installieren und konfigurieren, die Systemeinstellungen anpassen und die eigenen Dateien übertragen. Und allein schon angesichts des damit verbundenen Aufwands wünscht man sich schnell, stattdessen kurzerhand die alte Installation komplett auf den neuen PC übertragen zu können. Das ist zwar ebenfalls mit Aufwand verbunden, doch fällt der in den meisten Fällen viel geringer aus.

Den Umzug erledigen können Sie auf drei verschiedenen Wegen, die alle jeweils ihre eigenen Vorteile haben. Die Alternativen in Kurzform:

  • Umbau der Festplatte.
  • Umzug mit einem herkömmlichen Imager.
  • Umzug mit unserem Sicherungsskript c’t-WIMage.

Der schnellste Weg ist der Umbau der Platte. Sofern die alte Platte in den neuen PC passt, idealerweise eine ausreichend dimensionierte und schnelle SSD ist sowie einige weitere Voraussetzungen erfüllt (dazu später mehr), ist die Angelegenheit in wenigen Minuten erledigt.

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Ein Umzug per Imager geht ebenfalls recht schnell und ist der richtige Weg, wenn die Platte nicht in den neuen PC passt oder darin aus anderen Gründen keine Verwendung finden soll. Doch auch hier sind wieder einige Voraussetzungen zu erfüllen. Beiden schnellen Wegen gemeinsam ist, dass der Umzug so zwar oft problemlos klappt, aber eben leider nicht immer, und dann droht die Gefahr, dass man Stunden oder noch mehr Zeit damit verplempert, Lösungen für auf den ersten Blick unerklärliche Probleme zu finden. Mitunter sind dann sogar intime Kenntnisse der Partitionierung sowie der Boot-Mechanismen moderner Windows-PCs erforderlich.

Wer sich mit so etwas nicht herumschlagen will, kann den dritten Weg einschlagen: Ein Umzug mit c’t-WIMage erfordert zwar vorab einige vorbereitende Mausklicks und das Umziehen dauert länger, doch die meiste Zeit verbringen Sie dabei mit Warten statt mit Problemelösen, weil c’t-WIMage von Haus aus diverse Hürden automatisch umgeht, die Sie sonst womöglich zu Fuß meistern müssten. Was Sie auch machen können: Erst mal einen der beiden schnellen Pfade beschreiten, und falls Probleme auftreten, auf den dritten ausweichen.

Neue Platte statt neuer PC

Wenn Sie gar nicht den ganzen PC, sondern bloß die Festplatte/SSD tauschen wollen, ist der Umzug recht einfach. Dann helfen kostenlose Klon-Programme wie Minitool Partition Wizard Free (Download), das auch in unserem c’t-Notfall-Windows enthalten ist. Vor allem bei einem Desktop-PC ist das einfach: Gehäuse aufschrauben, das neue Laufwerk zusätzlich anschließen und das Klon-Programm starten.

Bei Notebooks wird es jedoch komplizierter, weil sich nicht beide Laufwerke gleichzeitig einbauen lassen. Wenn Sie mit Windows 8.1 oder 10 arbeiten, können Sie c’t-WIMage verwenden. Alternativ können Sie das neue Laufwerk in ein USB-Gehäuse stecken und das Betriebssystem darauf klonen. Bei einem Test externer Gehäuse fiel jedoch auf, dass dies nicht mit allen klappt.

Ein andere Artikel hilft bei der Entscheidung, welche der drei Vorgehensweisen für Sie die richtige ist. In diesem Beitrag geht es vorab erst mal um einige wenige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit ein Umzug überhaupt gelingen kann (was meistens der Fall sein dürfte). Zudem geht es um die richtigen Vorbereitungen für den Umzug, die unabhängig vom später gewählten Weg erledigt sein sollten, damit alles reibungs- und vor allem risikolos klappt.Noch ein Wort zu Windows 7: Die beiden schnellen Umzugsmethoden funktionieren damit an sich zwar genauso, doch die universelle per c’t-WIMage leider nicht (Windows 7 fehlen einige technische Voraussetzungen dafür). Sie sollten sich aber einen Umzug auf neue Hardware auch schon deshalb gut überlegen, weil die Treiberversorgung für den Betriebssystem-Oldie in der letzten Zeit stark nachgelassen hat. Zudem läuft der Support für Windows 7 nicht einmal mehr ein Jahr lang: Am 14. Januar 2020 gibt es zum letzten Mal kostenlose Sicherheits-Updates. Wer der Windows-Welt treu bleiben will, sollte spätestens dann Windows 7 entweder vom Netz trennen oder auf eine höhere Version aktualisieren. Der Umstieg auf Windows 10 gelingt weiterhin gratis, und dann stehen auch wieder alle Umzugswege offen.

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