Workshop: Aluminium selbst gießen

Bis Metall-3D-Druck makertauglich ist, kann die bewährte Methode des Metallgießens die Alternative sein. Am Beispiel von Aluminium zeigen wir den Ablauf.

Lesezeit: 26 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 23 Beiträge
Flüssiges Metall läuft über den Rand eines Gefäßes, im Inneren ein leuchtendes Orange.

(Bild: FreeProd33/Shutterstock.com)

Von
  • Thomas Gamisch
Inhaltsverzeichnis

Metallgussteile nach Bedarf selbst herzustellen, hört sich zunächst etwas weit hergeholt an. Zugegeben, der Prozess ist arbeitsintensiv und eher etwas für erfahrene Maker. Wer aber die Zeit mitbringt, sich diesem Thema zu stellen, wird auch im Hobby-Bereich mit durchaus zufriedenstellenden Ergebnissen belohnt.

Beim Schwerkraftgießen wird mit Hilfe eines Urmodells eine zweiteilige Negativform, also ein hohles Abbild, hergestellt. In dieses wird flüssiges Metall eingegossen, das der Schwerkraft folgend in die Form fließt. Die Form wird oft aus Formsand hergestellt.

Arbeiten mit Metall

Nach dem Erkalten wird der darin gegossene Rohling durch Zerstören der Sandform entnommen, von Zulaufkanälen, Speisern, Graten und Ähnlichem befreit und dann in der Regel nachbearbeitet (Feilen, Sägen, Fräsen, Drehen, etc.). Was sich erst mal einfach anhört, entpuppt sich in der Praxis als einigermaßen komplexes Verfahren.