Zinsen für Kryptowährungen: So funktioniert Staking und so gewinnbringend ist es

Das Staking von Kryptowährung verspricht Geldvermehrung ohne eigenen Aufwand. Wir zeigen, welche Möglichkeiten es für Anleger gibt und was die Risiken sind.

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(Bild: mk1one/Shutterstock.com)

Von
  • Alexander Spier
Inhaltsverzeichnis

Kaum eine Anlageform hat in den letzten Jahren so viel Rendite versprochen wie das Investment in Kryptowährungen. Die Risiken allerdings sind hoch und die verschwenderische Art, wie die beiden populärsten Währungen Bitcoin und Ether durch Mining erzeugt werden, erfährt scharfe Kritik. Das sogenannte Staking, vergleichbar mit einer verzinslichen Festgeldanlage, könnte potenziell beide Probleme lösen und damit das Investment ein Stück seriöser und nachhaltiger machen. Gerade für langfristige Anleger, die nicht ausschließlich auf schnelle Kursgewinne spekulieren, bietet das Modell zusätzliche Einnahmemöglichkeiten, die bisher nur Minern offen standen. Zinssätze von 5 bis über 10 Prozent pro Jahr lassen traditionelle, etablierte Geldanlagen erst einmal alt aussehen.

Kryptomining und NFTs

Der Begriff Staking ist allerdings schwammig und wird für recht unterschiedliche Dinge im Umfeld der Kryptowährungen benutzt. Gemein haben die Angebote hauptsächlich eines: Die Hinterlegung eines Einsatzes oder Anteils (des Stake) bei einem Anbieter, für den man dann regelmäßig eine Belohnung zurückbekommt. Während aber Ethereum mit Proof-of-Stake eine neue Grundlage für das Validieren von Blöcken schaffen will, bieten einige Plattformen wie Binance oder Crypto.com das Staking für viele weitere Währungen an, die das nicht von sich aus unterstützen.

Dort gleicht das Staking vordergründig eher klassischem Festgeld oder Tagesgeld je nach Sparplan und wird dabei mit einem festen Zinssatz vergütet. Anders als bei Proof-of-Stake ist die genaue Verwendung des eingesetzten Betrags allerdings unklar, die Plattform kann ähnlich wie eine Bank über die Einlagen frei verfügen und damit selbst investieren. Das birgt zusätzliche Risiken – neben jenen, die Kryptowährungen grundsätzlich anhaften. Diese Risiken wollen wir in diesem Artikel ebenso beleuchten wie die verschiedenen Optionen für das Staking bei Ethereum und anderen Währungen.

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