iPhone geht bei Kälte aus: Was man dagegen tun kann

Die aktuelle Kältewelle lässt Nutzer älterer iPhones auf ein bekanntes Problem stoßen: Das Smartphone schaltet draußen unter Umständen plötzlich ab.

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iPhones

Ältere iPhones schalten bei Frost mitunter ab, neuere Modelle sollten auch bei strenger Kälte besser durchhalten.

(Bild: dpa, Lino Mirgeler)

Von
  • Leo Becker

Bei Schnee und Dauerfrost mehren sich wieder Berichte über kälteempfindliche iPhones: Besonders ältere Modelle wie das iPhone SE (1. Generation), iPhone 6, 6s sowie das iPhone 7 können sich unterwegs unerwartet abschalten – und lassen sich mitunter nicht mehr neu starten. Die "Mac & i"-Redaktion konnte das Phänomen ebenfalls auf mehreren Modellen des iPhone SE unter iOS 14 beobachten, teils lassen sich die Geräte sogar erst wieder nach dem Aufwärmen einschalten.

Wer unterwegs auf ein funktionierendes iPhone angewiesen ist, kann Vorsorge treffen: Das Gerät sollte möglichst am Körper getragen werden – also beispielsweise in der Hosentasche –, auch eine Hülle bringt zusätzlichen Kälteschutz.

Die iPhone-Batterieinstellungen nennen auch die "maximale Kapazität".

Oft erfolgt die Abschaltung, wenn das Smartphone aktiv genutzt wird, beispielsweise zum Aufnehmen von Fotos. Für Anwendungen wie das Telefonieren kann man beispielsweise auf Kopfhörer mit Mikrofon zurückgreifen, um das iPhone so in der Hosentasche stecken zu lassen. Ein möglichst vollgeladener Akku verringert zudem die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Zwangsabschaltung kommt.

Sollte sich das ausgegangene iPhone nicht mehr unmittelbar wieder starten lassen, kann es helfen, es zuerst etwas in der Hosentasche aufzuwärmen und den Einschaltknopf wiederholt für kurze Zeit gedrückt zu halten – bis das Apple-Logo den Boot-Vorgang signalisiert. Hilft das nicht, bleibt unterwegs nur noch als Ausweg, eine Akkuhülle oder etwa auch eine Powerbank mitzuführen, die externe Stromversorgung sollte ein Hochfahren in jedem Fall ermöglichen.

Die von Apple für iPhones vorgesehene Betriebstemperatur liegt zwischen 0 und 35 Grad Celsius. Sowohl bei größerer Hitze als auch Kälte kann es zu einer Abschaltung des Gerätes kommen, wie der Hersteller selbst warnt.

Per Leistungsmanagement steuert iOS gegen, ältere iPhones werden mitunter gedrosselt und spürbar langsamer, um die Notabschaltung zu verhindern – bei niedrigem Ladestand oder abgenutztem Akku hilft das gewöhnlich aber auch nur begrenzt vor dem Abschalten. Das stille Einführen der Leistungsdrosselung per iOS-Update sorgte für eine Klagewelle gegen Apple, die in Europa immer noch läuft.

Neuere Modellreihen ab iPhone X / iPhone 8 haben laut Apple ein "moderneres Hardware- und Softwaredesign", auf diesen Geräten sollte es normalerweise nur vergleichsweise selten zu einer kältebedingten Abschaltung kommen solange der Akku noch in gutem Zustand ist. Einblick in die maximale Kapazität gibt iOS in den Einstellungen unter "Batterie" im Abschnitt "Batteriezustand".

(lbe)