Kein Wettbewerb im eigenen Haus

Eine „Qualität-geht-vor-Preis“ Mentalität habe in der Kommunikation von Unternehmen wieder Einzug gehalten, meint der Toplink-Geschäftsführer. „Geiz-ist-geil“ ziehe nicht mehr, wenn dadurch die Stabilität und Sprachqualität der Telefonie leiden würde.

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Von
  • Georg Schnurer

Guten Tag Herr Sicking,

Toplink-Chef Jens Weller

(Bild: Toplink)

vielen Dank für Ihren netten Brief. Dass Sie Toplink bisher nicht kannten, wundert mich – waren wir doch einer der ersten Anbieter, der SIP-Trunking in Deutschland salonfähig gemacht hat. Damit Sie noch besser wissen, mit wem Sie es zu tun haben, schreibe ich Ihnen diese Antwort.

toplink bietet Geschäftskunden seit 1995 moderne Kommunikationslösungen aus einer Hand, die auf der eigens hierfür entwickelten Next-Generation-Network (NGN) Plattform basieren. Unser NGN integriert hierbei die Leistungen des klassischen Telefonnetzes auf Basis eines Internet-Protokolls. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass – im Vergleich zur klassischen Telekommunikation – gerade im Geschäftskundenumfeld an die IP-Kommunikation die gleichen, wenn nicht sogar höhere Sicherheitsansprüche gestellt werden. Daher haben die Verfügbarkeit, Sprachqualität und Sicherheit unserer Produkte höchste Priorität. Entscheidend für die Zufriedenheit unserer Kunden ist die Leistung und Stabilität unserer Kommunikationslösungen. Das sichern wir im Rahmen unserer Service Level Agreements (SLA) für Sprach- und Datendienste zu.

Herr Sicking, Sie denken sicher, dass ist ja alles gut und schön, aber wie steht es mit der Sicherheit bei VoIP? Gemeinsam mit dem Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt entwickeln wir im Rahmen des Forschungsprojektes „Trusted Telephony – Sichere und vertrauenswürdige Telefonie“ (PDF) eine Sicherheitssoftware für Geschäftskunden zur Abwehr von Gebührenbetrug im Bereich der VoIP-Telefonie. Den Prototyp der Sicherheitssoftware haben wir bereits erfolgreich eingesetzt, damit unseren Kunden ein höheres Maß an Sicherheit geboten werden kann. Die Software kontrolliert die Gesprächsaufbauversuche und erfolgreich hergestellte Gespräche, sodass Hackerangriffe in Echtzeit und nicht erst im Nachhinein erkannt werden können. Anhand von heuristischen Algorithmen analysiert das Programm den Sprachverkehr und kann dadurch unterscheiden, ob die Verbindung von einem regulären Teilnehmer oder einem Hacker genutzt wird. Unterstützt wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED).

Herr Sicking Sie fragen sich, was hat der geplante Aufkauf von Systemhäusern mit unserer Unternehmensstrategie zu tun und ob wir dadurch „Wettbewerb im eigenen Haus“ für unsere Vertriebspartner schaffen wollen? Weit gefehlt: Wir haben festgestellt, dass seit geraumer Zeit eine „Qualität-geht-vor-Preis“ Mentalität in der Kommunikation von Unternehmen wieder Einzug hält und „Geiz-ist-geil“ nicht mehr zieht, wenn dadurch die Stabilität und Sprachqualität der Telefonie leidet. Daher bieten wir schon jetzt individuelle VoIP-Lösungen sowohl für Geschäftskunden als auch für Carrier, Service Provider, Reseller und Kabelnetzbetreiber an. Durch den geplanten Aufkauf von Systemhäusern wollen wir noch stärker als bisher in das Projektgeschäft beim Direktkunden einsteigen. Das wir dadurch selbst in Konkurrenz zu unserem indirekten Vertrieb bzw. unseren „BusinessPartnern“ treten ist falsch, da diese einen anderen Ansatz bevorzugen, der über die reine Sprach- und Datenkommunikation hinausgeht. Für uns wird VoIP – in all´ seinen Facetten – immer federführend bleiben.

Lieber Herr Sicking, damit Sie sich persönlich ein Bild von uns machen können, laden wir Sie gerne ein, uns auf der Voice+IP Kongressmesse am 30./31. Oktober in Frankfurt am Main zu besuchen. Ich würde mich über ein persönliches Kennenlernen bei einer Tasse Kaffee am Stand A08 sehr freuen!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Jens Weller (gs)