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Stress wirkt sich negativ auf die Arbeitsleistung aus

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Wer im Job ständig unter Druck steht und von seinem Arbeitgeber keine Unterstützung bekommt, lässt irgendwann auch in seiner Leistung nach. Nach einer Studie, die von der GfK im Auftrag des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte durchgeführt wurde, vernachlässigen Millionen deutsche Arbeitnehmer permanent oder oft ihren Job. Als Grund dafür werden psychische Belastungen genannt.

29 Prozent schaffen es demnach in der Regel nicht, ihre Arbeit so sorgfältig wie vom Arbeitgeber gewünscht zu erledigen. Weitere 34 Prozent gaben an, dass sie regelmäßig von seelischen oder emotionalen Problemen in ihrer Leistungsfähigkeit im Job eingeschränkt werden. Nur 37 Prozent der Befragten kennen solche Leistungseinbrüche nicht bzw. haben sie erst selten erlebt.

Der Stress wirkt sich aber nicht nur auf den Job, sondern auch auf das Privatleben aus: 39 Prozent schaffen es aufgrund des Drucks in der Arbeit nicht, ihren privaten Verpflichtungen ausreichend nachzukommen.

Das es sich hier nicht um vorübergehende Launen, sondern um eine Belastung handelt, die zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen kann, bestätigt eine andere Statistik des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte. Demnach gäben 40 Prozent der Vorruheständler ihre Arbeit wegen psychischer Erkrankungen wie beispielsweise einer depressiven Störung auf. In konkreten Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Von 170.000 Menschen, die jährlich wegen gesundheitlicher Probleme aus dem Job aussteigen oder ihre Arbeitszeit reduzieren, tun das 70.000 aufgrund von unerträglicher emotionaler und seelischer Belastung. Eine erschreckend hohe Zahl, die vermeidbar wäre, wenn die Arbeitgeber sensibler auf die Bedürfnisse ihrer Arbeitnehmer reagieren würden.

Der Verband warnte aber davor, den Beruf grundsätzlich als etwas zu betrachten, was den Menschen krank machen würde. In vielen Fällen sei es gerade die Arbeit, die Menschen gesund halte. Für viele sei der Job ein wichtiger Anker in ihren sozialen Beziehungen. Dennoch sollten die Arbeitgeber sowie die Betriebs- und Werksärzte die psychische Gesundheit der Arbeitnehmer stärker in den Vordergrund rücken. (gs)

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