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Security

Adobe führt automatisches Update für Reader ein

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Wie bereits Anfang Januar angekündigt, will Adobe mit dem am kommenden Dienstag geplanten Sicherheits-Update für Adobe Reader und Acrobat (9.3.2 und 8.2.2 für Windows) die automatische Update-Funktion aktivieren. Anwender sollen dann die Möglichkeit haben, den Reader so zu konfigurieren, dass er verfügbare Updates ohne Nachfrage herunterlädt und installiert (Silent Update).

Adobe erhofft sich, dass mit der neuen Update-Funktion weniger Anwender verwundbare Reader-Installationen nutzen. Wie wichtig dies ist, zeigen Studien diverser Sicherheitsdienstleister, die zu dem Ergebnis kommen, dass im letzten Quartal 2009 mehr als 80 Prozent der Angriffe im Internet allein auf die Reader-Plug-ins in Browsern zielten. Und die Ergebnisse des Update-Checks von heise Security machen deutlich, dass ein beträchtlicher Teil alle Surfer Versionen mit bekannten Sicherheitslücken nutzt.

Der Hersteller hatte die Option bereits mit Beta-Testern erfolgreich überprüft. Die Update-Funktion ist als Option unter Bearbeiten/Voreinstellungen/Updater bereits seit Version 9.2 enthalten und lässt sich konfigurieren. Bislang war der Updater aber nicht aktiv. Wie Adobe die Funktion nun aus der Ferne aktivieren will, ist unklar. Laut Steve Gottwals von Adobe soll der Updater am 13. April aktiviert werden, um dann die Versionen 9.3.2 und 8.2.2 automatisch zu verteilen. Standardmäßig wird der Updater eine Aktualisierung aber nur herunterladen und dann beim Anwender nachfragen, ob er sie installieren soll. Zwar gibt es den Updater auch unter der Mac-Version, dort steht jedoch die Option zur automatischen Installation nicht zur Verfügung.

Welche Lücken die neuen Versionen schließen sollen, ist Adobes Ankündigung nicht zu entnehmen. Die Updates sollen aber kritische Fehler in den Versionen für Windows, Mac und Unix beseitigen.

Siehe dazu auch:

(dab)