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Adobe stiftet Verwirrung mit falschen Versionsangaben für Flash

Die Flash-Macher haben die kritische Lücke in ihrer Software endlich geschlossen. Leider vermitteln sie auf der offiziellen Flash-Webseite noch den Eindruck, die verwundbare Version wäre die neueste und damit sicher.

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Die bei Adobe genannten Versionsnummern sind irreführend.

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Adobe sorgt derzeit für Verwirrung bei Nutzern, die eigentlich einfach zu vermeiden wäre. Die offizielle Flash-Player-Webseite der Firma behauptet, die aktuellste (und damit sichere) Flash-Version wäre 16.0.0.287 für Windows und OS X und 11.2.202.438 für Linux. Dabei sind die neuesten Versionen, die man an anderer Stelle auch schon bei Adobe herunterladen kann, Flash 16.0.0.296 für Windows und OS X und 11.2.202.440 für Linux.

Ganz besonders hart trifft es die Linux-Community, die von Adobe ziemlich stiefmütterlich behandelt wird. Wer Flash für Linux von der offiziellen Adobe-Seite herunterlädt, bekommt nach wie vor auf mindestens einer Webseite des Unternehmens die alte – und verwundbare – Version des Plug-ins.

Auf get.adobe.com/flashplayer wird Linux-Nutzern eine unsichere Version als aktuell präsentiert.

Die Verunsicherung der Nutzer ist verständlich. Schließlich kann man erwarten, dass die Macher einer Software wissen, welche Version aktuell ist – und das dann auch entsprechend kommunizieren. Das Security-Chaos bei Adobe hat allerdings Tradition, so hat die Firma schon 2009 unsichere Versionen des Adobe Readers zum Download angeboten. (fab)