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Anonymisierender Tor Browser: 86.000 US-Dollar für Sicherheitsupdates gesammelt

Ab sofort können die Entwickler des Tor Browsers auf Geldmittel zum Lösen von Privatsphäre- und Sicherheitsproblemen zurückgreifen.

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(Bild: Tor Project)

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Alle Spenden an das Open-Source-Projekt Tor aus dem August sind in den "Bug Smash Fund" geflossen. Dabei sind 86.081 US-Dollar zusammengekommen. Dieses Kapital wollen die Entwickler dafür nutzen, um beispielsweise Sicherheitslücken zu schließen, die die Privatsphäre von Nutzern des Tor Browsers und -Netzes gefährden könnten. Das geht aus einer offiziellen Mitteilung der Tor-Entwickler hervor.

Das Tor-Netzwerk anonymisiert Verbindungsdaten und erlaubt Nutzern so beispielsweise das Surfen ohne Tracking. In einigen Teilen der Welt, in denen etwa Regierungen Internetzugänge einschränken und zensieren, ist der Tor Browser oft der einzige Weg, uneingeschränkt auf das Internet und Dienste wie Instant Messenger zu zugreifen. Wie aus einer offiziellen Statistik hervorgeht, nutzen weltweit rund 2 Millionen Menschen das Tor-Netz.

Vor allem das zügige Schließen von kritischen Sicherheitslücken kostet Zeit und Geld. In der Vergangenheit mussten die Entwickler beides von anderen Projekten, beispielsweise der Implementierung von neuen Funktion, abziehen, um die Privatsphäre und Sicherheit aufrechtzuerhalten.

Aufgrund der speziellen Anforderungen fordert auch die Anpassung des zugrundeliegenden Browser Firefox ESR viel Zeit und finanzielle Mittel ein. Dafür steht nun der Bug Smash Fund zur Verfügung.

In einem Ticket-System kann man nun verfolgen, für welche Bugs das gesammelte Geld eingesetzt wird. Aktuelle Spenden landen nun aber nicht mehr automatisch im Bug Smash Fund. Wer dort weiterhin Geld invertieren möchte, muss den Fonds explizit auf der Spenden-Website im Kommentarfeld "Comments" angeben. (des)