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Security

Anonymous steigt bei Österreichs GEZ ein

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Anonymous Austria hat den Server des Gebühren Info Service (GIS, vergleichbar mit der GEZ in Deutschland) gehackt und dabei persönliche Daten und Bankverbindungen von zehntausenden Gebührenzahlern kopiert. Nach eigenen Angaben konnte der Österreichische Anonymous-Ableger über 200.000 Datensätze abgreifen, rund die Hälfte davon mit Kontoverbindungen. GIS-Sprecher Herbert Denk bestätige gegenüber heise Security den Einbruch, allerdings seien die von den Hacktivisten veröffentlichten Zahlen "etwas hoch".

Wer heute die Domain der GIS aufgerufen hat, konnte Anschriften und Bankdaten von Beamten des Innenministeriums und der Polizei herunterladen.

(Bild: heise Security)

Die politisch motivierten Hacker haben als Beweis die Daten von etwa 120 Personen aus dem Umfeld von Innenministerium und Polizei ins Netz gestellt. Wiederholt waren die Daten sogar unter der Domain der GIS erreichbar. Die GIS bestätigte die Echtheit dieser Daten. Auf dem gehackten GIS-Server waren laut dem Sprecher ausschließlich die Daten der Kunden gespeichert, die online eine An- oder Ummeldung durchgeführt haben. Die Hauptdatenbank der GIS mit rund 3,5 Millionen Einträgen sei nicht mit der Seite verbunden gewesen.

Die Hacker hatten sich heute Vormittag in einem anonymen Schreiben an die Presseagentur apa gewandt, die daraufhin die GIS informierte. Derzeit untersucht die GIS mit einer Spezialtruppe des Österreichischen Bundesinnenministeriums und einer externen Firma den Fall. Während die Untersuchungen schon liefen, gelang es AnonAustria erneut, die Domain umzuleiten. Erst am Nachmittag bereitete die GIS dem Spiel ein Ende und nahm den Server vom Netz. (rei)