Anti-Botnet-Beratungszentrum mit regem Zulauf

Der DE-Cleaner wurde bereits über 330.000 Mal heruntergeladen. Zudem konnte das Beratungszentrum neue Partner hinzugewinnen.

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Von
  • Daniel Bachfeld

Nach Angaben des vom Eco-Verband und dem BSI initierten Anti-Botnet-Beratungszentrums haben seit dem Start im September mehr als 330.000 Nutzer den DE-Cleaner heruntergeladen, rund 660.000 Interessierte sollen die Seiten besucht haben. Der DE-Cleaner beruht auf dem Norton Eraser von Symantec und kann Schadsoftware vom Rechner entfernen. Der Scanner hat jedoch in der Vergangenheit zahlreiche harmlose Programme fälschlicherweise als verdächtig oder sogar als bösartig bezeichnet.

Künftig will das Zentrum ein weiteres Tool zum Download bereit stellen, das vom AV-Hersteller Kaspersky stammt. Daneben gibt es unter www.botfrei.de bereits die "DE-Cleaner Rettungssystem CD " auf Grundlage des AV-Scanners von Avira.

Anlässlich des IT-Gipfels der Bundesregierung wurden weitere Partner bekannt gegeben: Vodafone und der Kabelnetzbetreiber Unitymedia nehmen ab sofort ebenfalls an dem Projekt teil. Daneben wollen künftig schülerVZ, studiVZ und meinVZ in ihren Netzwerken Informationsseiten zur Verfügung stellen, auf denen sich die mehr als 17 Millionen Nutzer über Schutzmaßnahmen gegen Schadprogramme informieren können. Zudem stehen die Seiten des Anti-Botnet-Beratungszentrums nun auch englischer und türkischer Sprache zur Verfügung.

Auf der Website des Botfrei-Projekts finden Betroffene neben der Ausstattung für den akuten Notfall Informationen zur Vermeidung erneuter Verseuchungen ihrer Systeme. Eine telefonische Hotline steht für Nutzer zur Verfügung, die mehr Hilfe benötigen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterstützt die Desinfektionszentrale in technischer Hinsicht, das Bundesministerium des Innern (BMI) stellt Fördermittel bereit. (dab)