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Antivir für Exchange lässt Mails verschwinden

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Ältere Versionen von Avira Antivir Exchange scheinen mit dem Jahreswechsel ihre Mühe zu haben. Berichten im Support-Forum der Firma zu Folge haben die Versionen 8 und 9 der Software mit einem fest einprogrammierten Lizenzdatum zu kämpfen, was dazu führt, dass das Programm alle eingehenden E-Mails ins "Badmail"-Verzeichnis sortiert. Den Logs nach denkt Antivir Exchange, seine Lizenz sei abgelaufen, auch wenn diese eigentlich weiterhin gültig ist.

Avira hat einigen betroffenen Kunden empfohlen, auf Avira Exchange Security 12 umzusteigen. Das hilft Nutzern von älteren Exchange-Versionen aber wenig, da diese nur noch von Avira Antivir Exchange 8 unterstützt werden. Im Avira-Forum machen Nutzer unterdessen ihrem Unmut darüber Luft, dass Avira für Exchange 9 noch bis Ende 2015 unterstützt wird, durch den Lizenzierungsfehler aber im Moment nicht benutzbar ist.

Wer die Abschaltung des Virenschutzes riskieren will, kann die Virenprüfung in den Richtlinien-Einstellungen von Exchange deaktivieren. Das führt dazu, dass der Server E-Mails wieder zustellt – allerdings sind die Empfänger dann ungeschützt. Fälschlich in den Badmail-Ordner verbannte E-Mails lassen sich nur manuell wiederherstellen.

Das Verhalten der Antivir-Engine weckt Erinnerungen an ein ähnliches Problem vor fast zwei Jahren. Dieses wurde allerdings durch ein defektes Signatur-Update ausgelöst.

Update 02.01.2014 16:23

Avira hat das Problem mittlerweile mit einem Artikel in seinem Supportbereich offiziell bestätigt. Für Antivir Exchange 9 und Antivir SBE Edition empfiehlt die Firma eine neue Version des internen Lizenzschlüssels savapi.key herunterzuladen und damit den vorhandenen Schlüssel zu überschreiben. Danach sollte die Software E-Mails wieder korrekt filtern. Schon in "Badmail" gelandete Nachrichten müssen allerdings nach wie vor noch von Hand geborgen werden. (fab)