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Security

Antiviren-Software: Avast schluckt AVG für 1.3 Milliarden US-Dollar

Elefantenhochzeit bei den Antiviren-Herstellern: Avast will AVG übernehmen und bietet 25 US-Dollar pro Aktie des Konkurrenten.

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Avast schluckt AVG für 1.3 Milliarden US-Dollar

(Bild: Avast)

Antiviren-Dienstleister Avast will seinen Konkurrenten AVG übernehmen. 25 US-Dollar will das tschechische Unternehmen mit Sitz in Prag pro AVG-Aktie bieten, insgesamt wird der Deal auf 1,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Zuletzt notierte die Aktie an der New Yorker Börse mit 18,72 US-Dollar. Mit der Übernahme wolle man an "Größe, technologischer Tiefe und geografischer Verbreitung“ gewinnen, heißt es in der Mitteilung.

Zusammengelegt erreicht der neue Antiviren-Riese Kunden auf 400 Millionen „Endpunkten“, davon 160 Millionen Mobilgeräte, wie Avast vorrechnet. Neues Wachstumspotenzial liege aber nicht nur im Mobilbereich, sondern auch im immer stärker auf den Markt drängenden Internet of Things. Inwieweit die beiden Antiviren-Marken nun zusammengelegt werden und ob eventuell Arbeitsplätze dabei gefährdet sind, ist zur Stunde noch offen. Eigenen Angaben nutzten insgesamt 230 Millionen Kunden Avast-Software, AVG gibt 200 Millionen Kunden an.

Finanzieren will das Unternehmen die Übernahme mit Barmitteln und neu aufgenommenen Schulden. Dem Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg zufolge hat der mit 13 Prozent Anteil größte AVG-Aktionär, die Investment-Firma TA Associates, bereits dem Verkauf zugestimmt. Beide Firmen wurden in den 80er- beziehungsweise 90er-Jahren in der damaligen Tschechoslowakei gegründet. AVG verlegte seinen Sitz dann in die Niederlande. (axk)