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Bankdaten tausender Westermann-Kunden abgefischt

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Zehntausende Internet-Kunden des Schulbuchverlags Westermann sind Opfer eines Hackerangriffs geworden.
Von Russland aus seien Kundendaten mit Bankverbindungen kopiert worden, teilte Verlagssprecher Rainer Westermann am Freitag in Braunschweig mit. Kreditkartendaten waren nicht betroffen. Alle betroffenen Kunden sowie der Landesdatenschutzbeauftragte seien unverzüglich informiert worden. Die Kunden wurden aufgerufen, ihre Kontobewegungen im Blick zu behalten und verdächtigen Abbuchungen zu widersprechen. In diesem Fall müsse die Bank das Geld zurückbuchen. "Wir gehen davon aus, dass unseren Kunden so kein Schaden entstehen wird."

Die Sicherheitsmechanismen hätten den Hackerangriff am 27. Juni erkannt und gemeldet. Der Verlag habe sein Online-Bestellsystem daraufhin überprüft und Schwachstellen geschlossen. Außerdem sei ein unabhängiger Experte mit der Kontrolle des gesamten Systems beauftragt worden. Für Rückfragen richtete der Verlag außerdem eine Hotline ein. Ein Sprecher der Landesdatenschutzbehörde erklärte, dass Firmen Hackerattacken erst seit kurzem melden müssten. Die Behörde prüfe dann, wie es um die Datensicherheit in dem Unternehmen bestellt sei, um eine Wiederholung zu vermeiden. (dpa) / (jh)