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BitTorrent-Schluckauf bei Twitter löst Besorgnis aus

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Die URL für den HTML-Code des Twitter-Buttons verweist auf eine Torrent-Datei bei Amazon.

Eine technische Panne bei Twitter hat dazu geführt, dass besorgte Nutzer auf der ganzen Welt vermuteten, besuchte Webseiten seien Ziel eines Angriffes geworden. Viele Seiten boten seit dem gestrigen Sonntag ihren Besuchern eine Torrent-Datei zum Download an, anstatt ihnen den Twitter-Button anzuzeigen, der eigentlich dort eingebettet sein sollte. Durch den schlechten Ruf, der dem BitTorrent-Protokoll mitunter anhaftet, hatte der automatisch ausgelöste Download viele Nutzer erschreckt. Der eigentliche Verursacher des Downloads war allerdings Twitter.

Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde die Situation durch ein technisches Problem bei dem sozialen Netzwerk ausgelöst. Laut des Blogs TorrentFreak benutzt Twitter seit 2010 das BitTorrent-Protokoll, um in seiner Server-Infrastruktur Updates auf ökonomische Weise zu verteilen. Der Inhalt der jetzt verbreiteten Torrent-Datei deutet darauf hin, dass die Share-Buttons über einen Tracker von Amazons Content-Delivery-Netzwerk AWS angeboten wurden. Die heruntergeladene Datei enthält momentan keinen Schadcode.

Twitter hat das Problem bislang noch nicht bestätigt. Da der Download wie auf anderen Seiten mit Share-Buttons auch auf heise online aufgetreten ist, wenn Nutzer die Knöpfe aktiviert hatten, wurde der Twitter-Button hier bis auf Weiteres deaktiviert. Sobald Twitter reagiert und den Bug behebt, wird auch der Knopf wieder freigeschaltet. (fab)