Britische Regierung: Internet Explorer 6 ist sicher genug

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Die britische Regierung hält am Einsatz des Internet Explorer 6 in den eigenen Behörden fest, er sei ausreichend sicher. Das geht aus einer offiziellen Antwort auf eine Online-Petition im Rahmen der von der neuen britischen Koalitionsregierung eingerichteten Seite für Verbesserungsvorschläge hervor. Der Webentwickler Dan Frydman hatte in einem Vorschlag angeregt, auf aktuellere Browser umzusatteln.

Nach Meinung der Regierung gebe es keine Beweise dafür, dass der Wechsel von einem vollständig gepatchten Internet Explorer 6 auf einen anderen Browser die Sicherheit erhöhe. Ein Wechsel etwa auf den Internet Explorer 8 wäre zu aufwändig und würde den Steuerzahler zu viel kosten. Weniger kostenintensiv sei der Einsatz von Firewalls und Virenscannern (und regelmäßigen Updates) um die Anwender zu schützen.

Microsoft selbst hält das Surfen mit dem Internet Explorer 6 für ein Risiko. Ende April dieses Jahres sagte Tom Köhler, Direktor Informationssicherheit bei Microsoft Deutschland anlässlich der Veröffentlichung des Security Intelligence Reports: "Wer heute noch den Internet Explorer 6 installiert hat, geht ein unnötiges Risiko ein und sollte dringend auf die kostenlose Version 8 upgraden, die ein deutlich höheres Schutzniveau bietet." Der offizielle Support für den Internet Explorer 6 geht im Rahmen von Windows XP SP3 aber offenbar noch bis 2014. (dab)