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Security

Browsezilla: Antivirenhersteller stufen "Pornobrowser" als Schädling ein

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Der kostenlose Webbrowser Browsezilla verspricht Internetnutzern mehr Privatsphäre und Sicherheit, da er keinen Verlauf der besuchten Webseiten und keinen Cache anlegt sowie die eingetippten URLs nicht speichert. Antivirenhersteller sehen in dem Browser, der nicht nur im Namen mit der Ähnlichkeit zur Software der Mozilla-Foundation Vertrauen erwecken will, jedoch ein Sicherheitsrisiko. Eine Überprüfung des Programms mit dem Scanner-Dienst von Virustotal ergab, dass die meisten Virenscanner das Programm als schädlich einstufen:


Antivirus Ergebnis
AntiVir TR/Dldr.Small.cxv.1
Authentium W32/Trojan.FNX
Avast no virus found
AVG Dropper.Generic.FKO
BitDefender Trojan.Dropper.Delf.XA
CAT-QuickHeal no virus found
ClamAV no virus found
DrWeb Adware.Browsezilla
eTrust-InoculateIT no virus found
eTrust-Vet no virus found
Ewido Dropper.Delf.xa
Fortinet W32/Delf.XA!tr
F-Prot destructive program named W32/Trojan.FNX
Ikarus Trojan-Dropper.Win32.Delf.xa
Kaspersky Trojan-Dropper.Win32.Delf.xa
McAfee no virus found
Microsoft no virus found
NOD32v2 probably unknown NewHeur_PE virus
Norman W32/Delf.LCE
Panda Adware/Browsezilla
Sophos no virus found
Symantec Downloader.Browsilla
TheHacker Trojan/Dropper.Delf.xa
UNA TrojanDropper.Win32.Delf
VBA32 Trojan-Dropper.Win32.Delf.xa
VirusBuster no virus found

Die Beschreibungen der Software etwa von MicroWorld oder Symantec legen nahe, dass der Browser Schadsoftware aus dem Netz nachlädt. Panda Software warnte vor Browsezilla, nachdem die Experten des Unternehmens herausfanden, dass Browsezilla eine Adware-Komponente installiert. Diese soll unsichtbar im Hintergrund auf Pornoseiten surfen.

Die Browsezilla-Bastler rechtfertigten sich daraufhin mit einer Stellungnahme zu den Vorwürfen von Panda. Darin versuchen sie darzulegen, dass Browsezilla selbst die Adware PicsPlace nicht installiere, dies sei allerdings bei der Browserversion von Werbepartnern möglicherweise doch der Fall gewesen. Für die Werbepartner könne man jedoch keine Verantwortung übernehmen.

Weiterhin drohen die Programmierer des Browsers, dass sie Panda Software verklagen wollen, sollte das Unternehmen die Pressemeldung nicht ändern. In einem Nachtrag stellen die Programmierer den Quellcode des in Delphi geschriebenen Uninstallers zur Verfügung, durch den Pandas Antivirus den Browser erkennt. Damit wollen sie nachweisen, dass die Komponente nichts Schädliches anstellt. Nun warten die Browserentwickler auf eine Entschuldigung von Panda sowie die Änderung der Meldung des Unternehmens. Da jedoch zahlreiche Antivirenhersteller unisono der Meinung sind, dass Browsezilla nicht ganz koscher ist, scheint diese Forderung eher unrealistisch.