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Security

Crowdfunding: GnuPG-Entwicklung ist gesichert

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht im Netz: GnuPG braucht Geld. Jetzt haben es die Entwickler um Werner Koch geschafft, die Finanzierung der Verschlüsselungssoftware steht erst mal.

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GnuPG-Spenden schnellen nach Medienberichten in die Höhe

GnuPG ist die de-facto Standard-Implementation des PGP-Standards. Wer momentan als Privatperson seine E-Mails verschlüsselt, benutzt fast immer Software, die GnuPG unter der Haube einsetzt. Der Hauptentwickler dieses wichtigen Werkzeugs sammelt seit Mitte Dezember Spenden, um seine Arbeit daran finanzieren zu können. Das lief bis Donnerstag eher schleppend, durch aktuelle Medienberichte schafften Werner Koch und seine Mitentwickler es allerdings innerhalb eines Tages, die benötigten 120.000 Euro einzusammeln.

Damit ist die Entwicklung der Software erst ein mal für das laufende Jahr finanziert. Darüber hinaus haben sich Facebook und der Zahlungs-Abwickler Stripe bereiterklärt, die Entwicklung ab sofort mit je 50.000 US-Dollar jedes Jahr zu bezuschussen und die Linux Foundation zahlt Koch einmalig 60.000 US-Dollar. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat vor, GnuPG projektbezogen zu unterstützen. Das hatte die Behörde bereits vergangene Woche gegenüber der c't mitgeteilt. Ähnliche Unterstützung war dem Projekt auch in der Vergangenheit schon zuteil geworden.

Der plötzliche Erfolg des Crowdfundings hat auch uns überrascht; er fiel direkt in die kurze Zeit zwischen Redaktionsschluss und Auslieferung der c't 5/15. Trotzdem finden Sie weitere Hintergründe zu den Finanzierungsproblemen bei GnuPG im Artikel "Verschlüsselung hat ihren Preis" in diesem Heft. (fab)