DDoS-Attacke kappte zeitweilig Internetverbindung eines ganzen Landes

Das riesige Mirai-Botnetz hat die gesamte Online-Anbindung des afrikanischen Landes Liberia massiv beeinträchtigt. Theoretisch ist der halbe Kontinent gefährdet.

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Unterseekabel

(Bild: dpa, TE SubCom/Arctic Cable Company/Symbol)

Von
  • Dennis Schirrmacher

Das sogenannte Mirai-Botnetz hat die Internet-Infrastruktur des afrikanischen Landes Liberia mit DDoS-Attacken überrannt. Während der Angriffe sollen in dem Land gehostete Internetseiten nicht erreichbar gewesen sein. Außerdem war laut einem Mitarbeiter eines liberianischen Telekommunikationsanbieters die Internetverbindung zeitweise gekappt, berichtet der Sicherheitsforscher Kevin Beaumont.

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Liberia ist über ein aus Europa kommendes Untersee-Glasfaserkabel mit einer maximalen Kapazität von 5,12 Terabit pro Sekunde ans Internet angebunden. Beaumont zufolge wurden bei dieser DDoS-Attacke Spitzen von 500 Gigabit die Sekunde verzeichnet. Der bisher größte vom Mirai-Botnetz ausgehende Angriff wies eine Kapazität von 1,1 Terabit pro Sekunde auf.

Das Problem ist, dass nahezu die komplette Westküste Afrikas über das Kabel online geht. Theoretisch könnten die unbekannten Angreifer die Internetanbindung eines halben Kontinents lahmlegen. Dafür müsste das Mirai-Botnetz weiter anwachsen. Maximal sollen bereits eine Million Geräte aus dem Internet der Dinge (IoT) für DDoS-Attacken missbraucht worden sein.

(des)