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Das Jahr 2010 sorgt für IT-Probleme

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Nach den Jahr-2010-Fehlern in SpamAssassin und vielen deutschen EC- und Kreditkarten gibt es weitere Meldungen über Schwierigkeiten mit Produkten aufgrund des Jahreswechsels. Auch in Australien gab es beispielsweise Probleme beim Bezahlen mit (Debit-)Karten in Geschäften, weil die Terminals aufgrund eines Programmierfehlers annahmen, dass das Jahr 2016 erreicht sei und demzufolge die eingesteckten Karten abgelaufen seien.

Laut dem Windows-Mobile-Blog WMExperts häufen sich Meldungen von Smartphone-Besitzern mit Windows Mobile, bei denen erhaltene Kurznachrichten (SMS) auf das Jahr 2016 vordatiert sind. Allerdings tritt das Problem wohl nicht bei jedem Mobilfunkbetreber auf. Microsoft soll über das Problem informiert sein und an einer Lösung arbeiten. Spekulationen, dass die Fehlerinterpretation der Dezimalzahl 10 als Hexzahl (10h = 16d) die Ursache für das Problem sei, haben sich bislang nicht bestätigt.

Zudem meldet Symantecs Antivirenlösung für Firmenkunden "Endpoint Protection" seit dem Jahreswechsel bei Signaturen ab dem 1.1.2010 immer "out of date", obwohl die neuesten Signaturen vorliegen. Symantec arbeitet an der Behebung des Fehlers. Bis ein Update zur Verfügung steht, liefert der Hersteller vorerst alle weiteren Signaturen mit dem Datum 31.12.2009 aus und erhöht nur die Revisionsnummer. Betroffen sind Symantec Endpoint Protection v11.x sowie Symantec Endpoint Protection Small Business Edition v12.x.

Darüber hinaus hat einem Bericht des Internet Storm Center zufolge auch Ciscos Content Switching Module (CSM) beim Load Balancing Probleme. Das Ablaufdatum des vom Load Balancer gesetzten Cookies ist auf den 1.1.2010 festgelegt und somit sofort abgelaufen. In der Folge werden die Verbindungen etwa zu Webanwendungen immer wieder neu "ausbalanciert".

Siehe dazu auch:

(dab)