Datenschutzproblem in Google Toolbar behoben

Unter bestimmten Umständen sendet die Toolbar Informationen über besuchte Webseiten an Google weiter, auch wenn die Toolbar deaktiviert ist. Betroffen ist nur die Version für den Internet Explorer.

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Von
  • Daniel Bachfeld

Google hat ein Update der Internet-Explorer-Version seiner Google Toolbar bereitgestellt, um ein potenzielles Datenschutzproblem zu beheben. Unter bestimmten Umständen sendet die Toolbar nämlich Informationen über besuchte Webseiten an Google weiter, auch wenn man dies nicht möchte. Das Problem tritt aber grundsätzlich nur auf, wenn man bereits bei der Installation der Aktivierung der erweiterten Funktionen "SideWiki" und "PageRanks" zugestimmt hat, die ganz offiziell Daten an Google übertragen.

Allerdings sendet die Toolbar die Daten auch dann noch, wenn der Anwender sie aus bestimmten Gründen später in einem neuen Explorer-Fenster abgeschaltet hat, wie Ben Edelman, Assistenzprofessor an der Harvard Business School, in Tests herausfand. Selbst wenn man über das Add-ons-Menü die Toolbar deaktiviert, ist sie nicht wirklich abgeschaltet – das ist sie offenbar in den Versionen 6.3.911.1819 bis 6.4.1311.42 für den Internet Explorer erst dann, wenn der Browser neu gestartet wird. Die neue Version lässt sich indes auch ohne Neustart deaktivieren.

Die Firefox-Version ist davon nicht betroffen. Im Test von heise Security ließ sich die Toolbar über das Add-on-Menü deaktivieren – auch ohne den eigentlich geforderten Neustart. (dab)