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Security

Erpresser erbeuten 400.000 US-Dollar durch Cyber-Angriff

Im ländlichen Jackson County im US-Bundesstaat Georgia erpressten Kriminelle mit Ransomware 400.000 US-Dollar von der öffentlichen Verwaltung.

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Erpresser erbeuten 400.000 US-Dollar durch Cyber-Angriff

(Bild: Pixabay )

Am ersten Märzwochenende legte ein Erpressungstrojaner weite Teile der öffentlichen Verwaltung des Jackson County im US-Bundesstaat Georgia lahm. So war der Mailserver der County-Verwaltung für mehrere Tage offline, ebenso die Computersysteme der örtlichen Polizei.

Die erste Nachricht über den Vorfall erschien am darauffolgenden Donnerstag auf der Website des NBC-Fernsehsenders 11Alive. Der Bericht zitierte Sheriff Janis Mangum mit den Worten "Alles, womit wir arbeiten, ist außer Betrieb. Wir machen unsere Datenerfassung so wie zur Zeit vor dem Computer."

Die Verwaltung entschloss sich, auf die Forderungen der Erpresser einzugehen und zahlte 400.000 US-Dollar. County Manager Kevin Poe sagte in einem Interview mit der Lokalzeitung Athens Banner-Herald: "Wir mussten uns entscheiden, ob wir zahlen oder nicht. Die Technik wäre womöglich für Monate offline gewesen und wir hätten möglicherweise ebenso viel oder sogar mehr Geld gezahlt, um das System wieder aufzubauen."

Laut dem County Manager handelte es sich bei dem Angriff um den Erpressungstrojaner "Ryuk". Dieser Trojaner war Ende 2018 auch für eine Cyber-Attacke verantwortlich, die in den USA ein Verlagshaus samt Druckerei lahmgelegte. Betroffen waren damals die Los Angeles Times und der San Diego Union Tribune in Kalifornien sowie die Westküstenausgaben des Wall Street Journal und der New York Times. (dwi)