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Security

FBI nimmt mutmaßliche Anonymous-Mitglieder fest

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Das FBI hat nach eigenen Angaben 16 Personen festgenommen, von denen 14 mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe Anonymous sein sollen. Ihnen wird vorgeworfen, Aktionen zur Unterstützung der Enthüllungsplattform Wikileaks durchgeführt zu haben, die in den vergangenen Monaten mit spektakulären Veröffentlichungen geheimer US-Regierungsdaten weltweit Schlagzeilen gemacht hatte.

Den Festgenommenen werde Verschwörung sowie "vorsätzliche Beschädigung geschützter Computer" vorgeworfen, teilte das FBI mit. 35 Durchsuchungen seien in den USA durchgeführt worden. Außerdem habe es in diesem Zusammenhang vier weitere Festnahmen in den Niederlanden sowie eine in Großbritannien gegeben.

Im Einzelnen hält das FBI den Verdächtigen vor, im vergangenen Dezember die Website der Bezahlplattform PayPal per DDoS attackiert zu haben, nachdem diese sich als Reaktion auf Wikileaks-Enthüllungen geweigert hatte, Spenden an Wikileaks weiterzuleiten.

Ein 21 Jahre alter Verdächtiger soll in einen Webserver der Sicherheitsorganisation InfraGard eingedrungen sein und dort drei Dateien hinterlegt haben. Dies habe er via Twitter bekannt gegeben und auch eine Anleitung dafür verbreitet. InfraGard war auch Ziel der Hackergruppe LulzSec. Ein weiterer, ebenfalls 21 Jahre alter Verdächtiger soll von einem Server seines Arbeitgebers AT&T tausende Dokumente, Anwendungen und andere Dateien entnommen haben. Später habe die Hackergruppe LulzSec genau diese Dateien im Internet veröffentlicht, teilte das FBI weiter mit.

Den Angaben zufolge wurden die Verdächtigen in den USA in mehreren Bundesstaaten festgesetzt, unter anderem in New York, Kalifornien, Florida und Nevada. Die Festgenommenen seien zwischen 20 und 42 Jahre alt. Ihnen drohen laut FBI Strafen von bis zu zehn Jahren Haft und 250.000 US-Dollar Geldstrafe. (anw)