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Fehler in McAfee-Patch führt zu Systemausfällen

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Ein Fehler im Ende Mai veröffentlichten Patch 1 für McAfee VirusScan Enterprise v8.7i verursachte mehreren Anwenderberichten zufolge erhebliche Probleme. So entdeckte der Scanner auf den aktualisierten PCs fälschlicherweise einen Wurm (W32/Generic.worm.aa) in mehreren System-Dateien von Windows XP und Vista und löschte respektive verschob die Dateien. In der Folge blieben die PCs bei einem Neustart hängen oder booteten endlos.

Daraufhin entfernte McAfee zunächst den Patch aus seinem Service-Portal und den Download-Seiten, um weitere Schäden zu verhindern. Anwendern, die den Patch 1 bereits in ihrer Umgebung bereits installiert aber noch keine Problem festgestellt haben, empfiehlt der Hersteller dennoch, den Patch nicht zu deinstallieren. Die seit dem 7. Juni verteilten DAT-Dateien sollen den Fehlalarm und damit die Probleme verhindern.

Kunden, die aber bereits Probleme haben, sollen sich an den McAfee-Support wenden. Laut McAfee soll der Fehler nur bei wenigen Unternehmenskunden aufgetreten sein. Im McAfee-Forum äußern sich jedoch zahlreiche betroffene Administratoren zu dem Thema.

In der jüngeren Vergangenheit haben die Fehlalarme von Virenscanner stark zugenommen. Zuletzt legten im Februar Bitdefender und G DATA viele Windows-Systeme lahm, indem sie fälschlicherweise die Winlogon.exe als Trojaner identifizierten und löschten. Bitdefender und G Data sind aber nicht die einzigen, die mit derartigen False Positives zu kämpfen haben.

Siehe dazu auch:

(Daniel Bachfeld) / (dab)