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FourQ: Microsofts kryptografischer Standard will besser sein

Microsoft steigt in die Elliptische-Kurven-Kryptografie ein und hat eine entsprechende Bibliothek veröffentlicht: FourQ soll teilweise deutlich schneller sein als bisherige Ansätze.

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Ell  Kurve

Die Microsoft-Forscher Craig Costello und Patrick Longa haben die Kryptografie-Bibliothek FourQ entwickelt. Der auf elliptischen Kurven basierende Standard soll effizienter und schneller als arbeiten als etwa Curve25519 und NIST P-256, erklären die Forscher in einer Abhandlung.

Dabei soll FourQ mit Intels Haswell-, Ivy-Bridge- und Sandy-Bridge-Prozessoren rund vier- bis fünfmal schneller sein als NIST P-256 und zwei- bis dreimal schneller als Curve25519, versichern Costello und Longa. Zudem sei FourQ vergleichsweise leicht zu implementieren.

Ausgewiesene Krypto-Experten wie etwa Tanja Lange (Curve-Crypto- und Curve25519-Protagonistin) und Daniel J. Bernstein (Entwickler Curve25519) betrachten FourQ aufmerksam. Bernstein äußerte sich in einer Mailingliste vor allem über die Benchmarks und zu den sich daraus ergebenden Geschwindigkeitsvorteilen kritisch.

Ein neuer kryptografischer Standard muss sich zudem erst einmal beweisen; das kann Jahre dauern. Der Code von FourQ steht öffentlich einsehbar für Überprüfungen bereit. (des)