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Fünf Angriffe täglich: Bundesregierung im Visier staatlicher Hacker

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Jeden Tag stoppt die Bundesregierung etwa fünf Cyberangriffe aus dem Ausland auf die staatliche Infrastruktur. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion der Linken hervor. "Nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik werden durchschnittlich fünf gezielte Angriffe täglich auf Personen als Nutzer des Regierungsnetzes detektiert und abgewehrt", erläuterte die Regierung. Unklar bleibt, wie viele erfolgreiche Angriffe auf das Netz der Bundesregierung bereits stattgefunden haben und ob dadurch etwa vertrauliche Daten abhanden gekommen sind.

Dabei schließt die Regierung nicht aus, dass andere Staaten die Angriffe auf die Regierungsinfrastruktur beauftragt haben: "Gleichwohl ist eine nachrichtendienstliche Steuerung oder zumindest Beteiligung staatlicher Stellen angesichts der ausgewählten Ziele und der angewandten Methoden in vielen Fällen wahrscheinlich." Das Innenministerium gab bereits in seinem Verfassungschutzbericht 2009 an, dass die Regierung zunehmend Ziel staatlicher Cyberangriffe ist; Ursprungsland der Attacken sei meist China.

Zur umfassenden Bewertung von Angriffen aus dem Netz und der Erstellung von Handlungsempfehlungen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Anfang April sein Cyber-Abwehrzentrum in Betrieb genommen. Aufgabe des zehn Mann starken Teams ist es unter anderen, Informationen über Täterbilder und Sicherheitslücken auszutauschen und Angriffe zu analysieren. (rei)