zurück zum Artikel

Google fordert Captcha-Eingabe von Suchmaschinennutzern

Mensch oder Maschine? Google fordert seine Nutzer derzeit häufig zur Captcha-Eingabe auf.

Seit ein paar Tagen fordert Google die Nutzer seiner Webdienste häufiger dazu auf, einen Captcha-Code einzutippen [1], da der Suchmaschinenriese "ungewöhnlicher Datenverkehr" aus dem Netzwerk des Nutzers beobachtet haben will. Damit will Google automatisierte Suchanfragen von Bots stoppen, die infizierte Rechner etwa zum aufspüren verwundbarer Webseiten einspannen. Lesern von heise Security zufolge scheint die Bot-Bremse aktuell aber auch häufiger Nutzer zu betreffen, deren Systeme sauber sind.

Die Ursachen für das vermehrte Einblenden der Captcha-Aufforderungen sind derzeit noch nicht geklärt. Möglicherweise führt derzeit ein größeres Botnet massenhaft Suchanfragen durch, wodurch sehr viele IP-Adressen auf Googles schwarzer Liste landen. Da IP-Adressen für Privatkunden hierzulande zumeist dynamisch vergeben werden, reicht es aus, wenn einer der Vorbesitzer der IP mit dem Bot infiziert ist.

Eventuell hat Google aber auch Änderungen an seiner Bot-Bremse vorgenommen, die nun zu den Fehlalarmen führen. Eine Antwort auf unsere Presseanfrage steht noch aus. Wer eine dynamische IP-Adresse hat und sich von Google zu Unrecht verdächtigt fühlt, kann die Internetverbindung trennen und es mit einer neuen IP versuchen. (rei [2])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-1653821

Links in diesem Artikel:
[1] https://sorry.google.com/sorry/
[2] mailto:rei@heise.de