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Googles "App Defense Alliance" soll schädliche Apps aus Play Store aussperren

Immer wieder landen schädliche Android-Anwendungen im Play Store. Zusammen mit ESET, Lookout und Zimperium will Google die Schutzmechanismen verbessern.

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(Bild: pixabay)

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Dank "Play Protect"-Schutzmechanismen und klarer Richtlinien für Entwickler gilt Googles Play Store im Vergleich zu alternativen Stores als die sicherere Android-App-Quelle. Doch auch dort tummeln sich jede Menge Anwendungen dubioser Anbieter, hinter deren bunter Fassade Schadfunktionen lauern.

Um die bereits bestehenden Schutzmechanismen des Play Stores zu verbessern, hat Google jetzt die "App Defense Alliance" ins Leben gerufen. Wie aus einer Ankündigung in Googles Security Blog hervorgeht, arbeitet das Unternehmen dabei mit den Sicherheitssoftware-Herstellern ESET, Lookout und Zimperium zusammen.

Primäres Ziel der Zusammenarbeit soll es laut Blogeintrag sein, potenziell schädliche Apps ("Potential Harmful Apps", PHAs) aufzuspüren. bevor sie im Play Store landen. Um dieses Ziel umzusetzen, will Google die Scan-Engines der drei Hersteller in die bereits bestehenden "Play Protect"-Schutzmechanismen integrieren.

Play Protect wurde im Mai 2017 vorgestellt und besteht im Wesentlichen aus zwei Komponenten: Einem On-Device-Schutzmechanismus, der mobile Androidgeräte nach PHAs durchsucht und diese automatisch entfernt, und cloudbasierten Schutzmechanismen auf Googles Servern, die alle von Entwicklern übermittelten Apps analysieren, bevor sie in den Play Store gelangen. Wie Google auf der Play-Protect-Webseite erläutert, werden die Mechanismen zusätzlich um manuelle Analysen ergänzt, wenn sich Auffälligkeiten ergeben.

Apps in der "Warteschlange" zum Play Store werden künftig auch von Googles neuen Partnern gescannt, um die Wahrscheinlichkeit, dass Schadfunktionen übersehen werden, zu verringern. Als weiteren Vorteil der Alliance betrachtet Google die Möglichkeit, Bedrohungsinformationen und (Android-)Malware-Samples aus verschiedenen Quellen zeitnah und auf direktem Wege untereinander auszutauschen, um PHAs früher zu erkennen.





Weitere Informationen zur App Defense Alliance, PHAs und den Play-Protect-Schutzmechanismen sind der Play-Protect-Webseite zu entnehmen. Hinweise zum On-Device-Schutz durch Google Play Protect finden Gerätebesitzer außerdem in einem deutschsprachigen Support-Artikel.

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(ovw)