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Großbritannien legt Strategie zur Cybersicherheit vor

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Die britische Regierung hat vergangene Woche im Rahmen einer Neuauflage seiner nationalen Sicherheitsstrategie seine erste "Cyber Security Strategy" vorgelegt (PDF-Datei). Demnach soll im September ein Office of Cyber Security (OCS) gegründet werden, das für die Sicherheitsstrategie der gesamten Regierung zuständig sein und mit ausländischen Regierungen zusammenarbeiten soll. Daneben soll am beim Nachrichten- und Sicherheitsdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) ein Cyber Security Operations Centre (CSOC) die praktische Arbeit erledigen, also den Zustand der Netze überwachen, Angriffe analysieren und Reaktionen darauf erarbeiten. Außerdem soll das CSOC Unternehmen und Bürger über die Sicherheitsrisiken aufklären.

Mit der wachsenden Bedeutung des weltweiten Netzes nehmen nach britischer Analyse auch die Gefahren zu, die von fremden Staaten, Terroristen und organisierter Kriminalität ausgehen. Für Premierminister Gordon Brown hat die Sicherung des Cyberspace in diesem Jahrhundert für den Wohlstand Großbritanniens eine ähnliche Bedeutung wie die Sicherung der Seewege im 19. und des Luftraums im 20. Jahrhundert. Die Cyber Security Strategy soll den Bürgern und Unternehmen das nötige Vertrauen schaffen, das sie für ihre Tätigkeiten benötigen.

Der britische Rundfunk BBC zitiert den parlamentarischen Unterstaatsekretär für Sicherheit und Terrorismusbekämpfung, Lord West, laut dem für das CSOC ein Team aus ehemaligen Hackern zusammengestellt wurde. West hat ausgeschlossen, dass Großbritannien von sich aus Cyber-Attacken starten werde. Auf die Frage, ob die Regierung über das Know-how für einen "Cyber Warfare" verfüge, sagte er laut Bericht vage: "Wir haben die Möglichkeit, Dinge zu tun und wir haben gute und talentierte Leute, die auf diesem Gebiet bereits gearbeitet haben." (Andreas Wilkens) / (anw)