Hacker erbeuten Kredikartendaten aus Warner-Music-Group-Shops

Es gab Sicherheitsvorfälle in mehreren Onlineshops des Major-Labels Warner Music Group.

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(Bild: antb/Shutterstock.com)

Von
  • Dennis Schirrmacher

Wer im Zeitraum März bis August 2020 in einem Onlineshop von Warner Music Group eingekauft hat, könnte Opfer einer Hacker-Attacke sein. Die unbekannten Angreifer hatten dem Major-Label zufolge Zugriff auf persönliche Daten.

Neben Adressen, E-Mail-Adressen und Namen gab es auch unrechtmäßige Zugriffe auf Daten von Kreditkarten. In einer Stellungnahme warnt Warner Music davor, dass neben Kreditkartennummern auch Ablaufdaten und CVC-Nummern kopiert wurden. Mit diesen Daten sind kriminelle vollständig ausgestattet, um online Artikel mit der geklauten Karte zu bezahlen.

Vom Datendiebstahl sollen Kunden betroffen sein, die im Zeitraum 25. April bis 5. August 2020 in einem betroffenen Onlineshop einen Artikel gekauft haben. Warner zufolge hatten die Hacker Zugriff auf die Daten, die Kunden zum Abschluss des Kaufs eingegeben haben. Zahlungen via PayPal sollen von dem Vorfall nicht betroffen gewesen sein.

Wie das Datenleak zustande kam, führt das Major-Label derzeit nicht aus. Auch eine Auflistung der betroffenen Onlineshops ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht verfügbar. Eigenen Angaben zufolge arbeite man den Fall noch auf und kontaktiert betroffene Kunden.

Warner Music Group rät Betroffenen, Ausschau nach verdächtigen Kreditkarten-Transaktionen zu halten. Kommt es zu so einem Fall, sollten sie umgehend ihre Bank kontaktieren, um Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Mit den weiteren kopierten persönlichen Daten steigt das Risiko von Phishing-Mails und Opfer sollten bei Mails besonders argwöhnisch sein. Das Major-Label stellt Betroffenen den Monitoring-Service von Kroll ein Jahr lang gratis zur Verfügung. Der Service soll den Missbrauch von Kreditkarten überwachen und bei Betrug und Identitätsdiebstahl helfen. (des)