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Security

Hacker legen erneut israelische Webseiten lahm

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Unbekannte Hacker haben am Montag erneut wichtige israelische Webseiten lahmgelegt. Die Seiten der israelischen Börse sowie der nationalen Fluglinie El Al und der First International Bank wurden vorübergehend blockiert, wie israelische Medien berichteten. Juli Edelstein, Minister für öffentliche Diplomatie und Diaspora, nannte die Hackerangriffe eine "echte Gefahr für Israels Sicherheit", die sich zu einer existenziellen Bedrohung entwickeln könnte. Er rief die israelische Regierung dazu auf, "mit allen Mitteln" dagegen vorzugehen.

Zu Jahresbeginn hatten internationale Hacker bereits geheime Informationen zu tausenden israelischer Kreditkarten veröffentlicht. Der stellvertretende israelische Außenminister Danny Ajalon drohte den Hackern daraufhin mit einem Gegenschlag.

Die Identität der Hacker ist unklar. Eine Person namens OxOmar hatte in israelischen Medien einen Angriff wie am Montag angekündigt. In Israel wird OxOmar auch "der saudische Hacker" genannt, aber es ist unklar, ob er wirklich aus Saudi-Arabien stammt. Der Hacker, der sich auch zu den vorherigen Angriffen bekannt hatte, gab an, er werde inzwischen von einem Team namens "Albtraum" unterstützt.

Ein Sprecher der im Gazastreifen herrschenden Hamas hatte am Sonntag zu einer Verschärfung der Hackerangriffe auf Israel aufgerufen. "In israelische Webseiten einzudringen ist eine neue Form des Widerstands gegen die Besatzung und der Beginn eines neuen elektronischen Kriegs", sagte Sami Abu Suhri. "Hamas ruft die Palästinenser und die arabischen Völker dazu auf, diesen elektronischen Krieg voranzutreiben."

Erst im November war es in Israel zu einer schweren Computerpanne gekommen. Die Websites mehrerer Regierungs- und Sicherheitsorganisationen waren nach einem Totalabsturz stundenlang lahmgelegt. Die internationale Hackerorganisation "Anonymous" hatte der israelischen Regierung vorher mit einem Angriff gedroht. Die israelischen Behörden dementierten jedoch damals Berichte über eine Hacker-Attacke und erklärten den Vorfall mit einem technischen Fehler. (dpa) / (vbr)