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Security

Hotmail: Gehackte Accounts von Kontakten melden

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Wer von Bekannten plötzlich Spam oder andere verdächtige Mails erhält, kann das Mailkonto des Gegenübers als gehackt melden.

(Bild: heise Security)

Wenn das E-Mail-Konto kompromittiert wird, bemerkt man das oft zu spät und sämtliche Kontakte mit Spam zugeschüttet wurden. Microsoft hat seinen Hotmail-Dienst nun um eine Funktion erweitert, mit der man den Verdacht melden kann, das Mailkonto eines Kontakt sei gehackt worden. Markiert man eine verdächtige Mail mit "Mein Freund wurde gehackt", prüft Hotmail automatisiert, ob noch andere Indizien dafür sprechen, dass der Account von Kriminellen übernommen wurde. Ist Hotmail der Ansicht, dass dies zutrifft, wird der Account für den Spammer gesperrt.

Der Besitzer des Mailkontos wird beim nächsten Login über den Vorfall informiert und zur Windows Live-Kontowiederherstellung weitergeleitet, über die er sich wieder Zugriff auf seinen Account verschaffen kann. Wie Hotmail den Spammer jedoch von dem legitimen Kontoinhaber unterscheiden will, gab Microsoft nicht bekannt. Vermutlich kommt hierbei einer der im vergangenen Jahr eingeführten Wege des Notzugriffs zum Einsatz.

Nach eigenen Angaben konnte Microsoft seit der Einführung der Funktion vor wenigen Wochen bereits mehrere tausend gehackte Accounts identifizieren. Die so gesammelten Informationen stellt Microsoft auch Yahoo und Google zur Missbrauchsbekämpfung zur Verfügung.

Als zusätzlichen Schutz hat Microsoft seinen Hotmail-Nutzern die Verwendung einfach zu knackender Passwörter verboten. Seit kurzem sind nicht nur Kombinationen wie "123456" oder "password" untersagt, auch laut Microsoft millionenfach genutzte Passwörter wie "ilovecats" oder "gogiants" werden bei der Registrierung nicht mehr akzeptiert. Damit will Microsoft Wörterbuchangriffen entgegenwirken. (rei)